Montag, 29. Dezember 2014

Harry Potter und der Orden des Phönix

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Steckbrief

Name: Harry Potter und der Orden des Phönix (auch als BuchFilm erhältlich)
Autor: J. K. Rowling
Verlag: der Hörverlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Fantasybücher mögen
Gelesen oder gehört: gehört, in deutscher Sprache
Sprecher: Rufus Beck
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext


(Klappentext von: "Harry Potter und der Orden des Phönix" von J.K: Rowling, erschienen im Carlsen Verlag)

"Es sind Sommerferien und wieder einmal sitzt Harry bei den unsäglichen Dursleys im Ligusterweg fest. Doch diesmal treibt ihn größere Unruhe denn je - warum schreiben seine Freunde Ron und Hermine nur so rätselhafte Briefe? Und vor allem: Warum erfährt er nichts über die dunklen Mächte, die inzwischen neu entstanden sind? Noch ahnt er nicht, was der geheimnisvolle Orden des Phönix gegen Voldemort ausrichten kann.
Als Harrys fünftes Schuljahr in Hogwarts beginnt, werden seine Sorgen nur noch größer. Und dann schlägt der Dunkle Lord wieder zu. Harry muss seine Freunde um sich scharen, sonst gibt es kein Entrinnen." .


Meine Meinung 

Auch im fünften Band muss sich Harry einigen Abenteuern stellen: Nicht nur die Tatsache, dass der Dunkle Lord zurück ist, bereitet ihm Sorgen. Auch die neue Lehrerin für Verteidigung gegen die Dunklen Künste, Professor Umbridge, hat sichtlich Freude daran, den Schülern das Leben zur Hölle zu machen und neue Regeln in Hogwarts einzuführen.

Als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe, kam es mir furchtbar langatmig vor. Ich fand es schlimm, lesen zu müssen, wie es den Schülern in Hogwarts ergeht. Mir wäre es lieber gewesen, wenn einige Quälereien aus geblieben wären, oder Rowling auf den ein oder anderen Handlungsstrang verzichtet hätte.
Diesmal sehe ich es etwas anders. Zu Beginn der Geschichte findet keine Wiederholung statt. Rowling setzt voraus, dass jeder weiß, wer Voldemort ist, oder was es mit seinen Gefolgsleuten, den Todessern, auf sich hat. Diesmal habe ich erkannt, dass auch die Nebenstränge wichtiger Bestandteil der Haupthandlung ist. Wäre beispielsweise Hagrids Halbbruder nicht in die Geschichte eingeführt worden, hätte er Harry und Hermine nicht aus dem Verbotenen Wald retten können.

Auch was die Charakterentwicklung betrifft hat Rowling hier einen Sprung gemacht. In diesem Band wird Harrys Ego auf eine harte Probe gestellt. Seine Freunde Ron und Hermine sind zu den Vertrauensschülern der Gryffindors gewählt worden. Harry ist hin- und hergerissen. Einerseits gönnt er seinem besten Freund Ron das Abzeichen und die damit verbundenen Pflichten. Andererseits fragt er sich, warum man ihn nicht ausgewählt hat. Schließlich ist er Voldemort schon oft gegenüber getreten... Auch in anderen Situationen schafft es Rowling Harrys Zwiespalt glaubhaft darzustellen.

Rowlings Schreibstil hat sich in diesem Band, meiner Meinung nach, auch etwas verändert. In den ersten vier Bänden hatte ich den Eindruck, dass sie Harry immer aus einer distanzierten Sicht heraus, beschreibt. Im fünften Band hatte ich das erste Mal das Gefühl, Harry ganz nah zu sein und miterleben zu können, wie er sich fühlt.

Auch Rufus Beck hat bei diesem Band wieder wunderbare Arbeit geleistet. Er vergibt den Charakteren deutsche Dialekte. Mr Weasley, Rons Vater, bekommt beispielsweise eine nordisch angehauchte Stimme, während Professor Umbridge, die neue Lehrerin und Ministeriumsmitarbeiterin, einen kalten österreichischen Dialekt bekommt. (Bisher war ich wirklich ein großer Fan von Dialekten und hätte mir im Traum nicht vorstellen können, dass beispielsweise das Österreichische auch kalt klingen kann. Allerdings ist diese Kälte eine wichtige Vorraussetzung um Umbridges Charakter darzustellen).

Die Kernaussage des Buches besteht darin, zu erkennen, wie ein Land reagiert, wenn der Krieg droht. Spielt die Regierung mit und unterstützt die Bevölkerung um sich gegen den Feind zu wehren? Oder versuchen sie alles Erdenkliche zu tun, damit die Normalität aufrecht erhalten wird? Rowling führt die wichtigen Mittel in diesem Band wunderbar auf. Außerdem hat sie es geschafft, einer "Fantasyverfechterin", wie mir zu beweisen, dass auch reale Probleme in eine magische Welt übertragen werden können.

Was den Gesamteindruck betrifft kann ich nur sagen, dass mich auch dieser Potter-Band wieder überzeugt hat. Mein versprochener Eindruck ist fast noch etwas übertroffen. Ich hatte eigentlich befürchtet, dass sich die Geschichte, wie Kaugummi in die Länge zieht. (Schließlich hatte ich schon einmal versucht den fünften Band zum zweiten Mal als Schwarzschriftausgabe zu lesen. Allerdings hatte ich nur nach wenigen Seiten die Nase voll). Umso überraschter war ich, wie gut ich mit dem Hörbuch zurechtkam.

Dieses Buch kann ich daher allen Fantasyfans ans Herz legen. (Allerdings muss beachtet werden, dass man am besten mit dem ersten, oder mit dem vierten Band beginnt).


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht

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