Montag, 15. Dezember 2014

Harry Potter und der Gefangene von Askaban

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Steckbrief

Name: Harry Potter und der Gefangene von Askaban (auch als BuchFilm erhältlich
Autor: J.K. Rowling
Verlag: Der Hörverlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Fantasybücher oder Krimis lesen
Gelesen oder gehört: gehört als Hörbuch
Sprecher: Rufus Beck
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 


(Klappentext von computerjockey). 

"Natürlich weiß Harry, dass das Zaubern in den Ferien strengstens verboten ist, und trotzdem befördert er seine schreckliche Tante mit einem Schwebezauber an die Decke. Die Konsequenz ist normalerweise:  Schulverweis! Nicht so bei Harry, im Gegenteil, man behandelt ihn wie ein rohes Ei. Hat es etwa damit zu tun, dass ein gefürchteter Verbrecher in die Schule eingedrungen ist und es auf Harry abgesehen hat? Mit seinen Freunden Ron und Hermine versucht Harry ein Geflecht an Verrat, Rache, Feigheit und Verleumdung aufzudröseln und stößt dabei auf Dinge, die ihn fast an seinem Verstand zweifeln lassen."


Meine Meinung 

Nun widme ich mich Harrys drittem Abenteuer. Hier hat Rowling einen echten Zaubererkrimi geschrieben. In den Muggelnachrichten erfährt Harry, dass ein gefährlicher Verbrecher aus dem Gefängnis ausgebrochen ist. Anfangs interessiert ihn die Meldung nicht gorßartig. Doch dann kommt heraus: Er ist aus keinem gewöhnlichen Gefängnis entflohen. Nach Askaban werden die Schwerverbrecher in der Zaubererwelt gebracht. Dort herauszukommen ist angeblich unmöglich, denn die Wachen, so genannte Dementoren, zehren an ihren Nerven. Doch Sirius Black ist die Flucht gelungen. Und allen ist klar, dass er nur ein Ziel hat: Harry zu töten!

Nachdem Rowling im ersten Band in die Zaubererwelt eingeführt hat, Harry im zweiten Teil wieder auf Voldemort traf, finden wir uns hier in einem gut konstruierten Krimi wieder. Toll finde ich hier, dass der dritte Band den Alltag in Hogwarts wiederspigelt. Harry, Ron und Hermine müssen sich mit neuen Fächern, wie beispielsweise "Wahrsagen" bei einer merkwürdigen Seherin, oder mit "Pflege magischer Geschöpfe" auseinandersetzen. Obwohl der Alltag in Hogwarts scheinbar normal ist, entstehen durch die neuen Fächer neue interessante Situationen. So schafft Rowling, dass beim Leser das Gefühl von Langeweile aus bleibt.

Auch aus sportlicher Sicht betrachtet, gibt es für Harry nur ein Ziel: Der Quidditch Pokal muss nun endlich gewonnen werden! Schließlich steckt Oliver Wood der Kapitän der Gryffindor Mannschaft in seinem letzten Schuljahr. Nicht zu vergessen gibt es einen neuen Lehrer in "Verteidigung gegen die Dunklen Künste". Nämlich Professor Lupin, der zwar der beste Lehrer ist, den die drei Freunde je hatten, aber auch das ein oder andere Geheimnis mit sich bringt.

Rowling versteht sich auch bei Harrys drittem Abenteuer gut darauf, Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen. Dinge, wie ein einfaches Foto, dass mehr in einem Nebensatz erwähnt wird, erweist sich später als wichtige Information. Dieses Stilmittel, scheinbar normale Dinge einzubauen, nur um sie später in den Vordergrund rücken zu lassen, gefällt mir sehr gut.

Rowling klärt in Nebensätzen über die vorherigen Bände auf. So wird klar, dass Snape immer noch der verhasste Zaubertranklehrer ist, oder Malfoy immer Harrys Feind bleiben wird. An dieser Stelle bin ich mir nicht sicher, ob die Hörbücher nicht etwas gekürzt wurden. Immerhin kamen mir Rowlings Nebensatz Erklärungen früher immer endlos lang vor und ich ärgerte mich über ihre häufigen Wiederholungen.

Die Rahmenhandlung bei Harry Potter ändert sich auch in seinem dritten Abenteuer nicht. Er ist der Held, der nicht nur jede Menge Abenteuer erlebt, sondern auch Freunden und vermeindlichen Feindne hilft. Allerdings versteht sich Rowling darauf jedem Buch einen eigenen Charakter zu vergeben. Hier steht die Kriminalhandlung, das Aufspüren von Sirius Black, im Vordergrund. Nachdem Harry in den letzten beiden Bänden auf Voldemort, den Mörder seiner Eltern, traf, fand ich es sehr schön, dass in diesem Band Black Harrys einziger gefährlicher Feind bleiben sollte und so ein weiteres Treffen mit Voldemort aus blieb.

Rufus Beck läuft hier wieder zur Glanzleistung auf. Das Schlimme ist, dass mir gar nicht einfällt, wie ich die Eigenschaften guter Synchronsprecher hervorheben soll, ohne mich zu wiederholen. Ich kann nur betonen, dass er mir das ein oder andere Lächeln auf das Gesicht gezaubert hat, während er beispielsweise dem ein oder anderen Gemälde die passende Stimme verlieh.

Wer also noch nicht genug von Harrys Abenteuern hat und gerne einmal Fantasybuch und Krimi vereint in einer Geschichte erleben möchte, sollte sich "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" unbedingt durchlesen.


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht

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