Montag, 29. Dezember 2014

Harry Potter und der Orden des Phönix

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Steckbrief

Name: Harry Potter und der Orden des Phönix (auch als BuchFilm erhältlich)
Autor: J. K. Rowling
Verlag: der Hörverlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Fantasybücher mögen
Gelesen oder gehört: gehört, in deutscher Sprache
Sprecher: Rufus Beck
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext


(Klappentext von: "Harry Potter und der Orden des Phönix" von J.K: Rowling, erschienen im Carlsen Verlag)

"Es sind Sommerferien und wieder einmal sitzt Harry bei den unsäglichen Dursleys im Ligusterweg fest. Doch diesmal treibt ihn größere Unruhe denn je - warum schreiben seine Freunde Ron und Hermine nur so rätselhafte Briefe? Und vor allem: Warum erfährt er nichts über die dunklen Mächte, die inzwischen neu entstanden sind? Noch ahnt er nicht, was der geheimnisvolle Orden des Phönix gegen Voldemort ausrichten kann.
Als Harrys fünftes Schuljahr in Hogwarts beginnt, werden seine Sorgen nur noch größer. Und dann schlägt der Dunkle Lord wieder zu. Harry muss seine Freunde um sich scharen, sonst gibt es kein Entrinnen." .


Meine Meinung 

Auch im fünften Band muss sich Harry einigen Abenteuern stellen: Nicht nur die Tatsache, dass der Dunkle Lord zurück ist, bereitet ihm Sorgen. Auch die neue Lehrerin für Verteidigung gegen die Dunklen Künste, Professor Umbridge, hat sichtlich Freude daran, den Schülern das Leben zur Hölle zu machen und neue Regeln in Hogwarts einzuführen.

Als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe, kam es mir furchtbar langatmig vor. Ich fand es schlimm, lesen zu müssen, wie es den Schülern in Hogwarts ergeht. Mir wäre es lieber gewesen, wenn einige Quälereien aus geblieben wären, oder Rowling auf den ein oder anderen Handlungsstrang verzichtet hätte.
Diesmal sehe ich es etwas anders. Zu Beginn der Geschichte findet keine Wiederholung statt. Rowling setzt voraus, dass jeder weiß, wer Voldemort ist, oder was es mit seinen Gefolgsleuten, den Todessern, auf sich hat. Diesmal habe ich erkannt, dass auch die Nebenstränge wichtiger Bestandteil der Haupthandlung ist. Wäre beispielsweise Hagrids Halbbruder nicht in die Geschichte eingeführt worden, hätte er Harry und Hermine nicht aus dem Verbotenen Wald retten können.

Auch was die Charakterentwicklung betrifft hat Rowling hier einen Sprung gemacht. In diesem Band wird Harrys Ego auf eine harte Probe gestellt. Seine Freunde Ron und Hermine sind zu den Vertrauensschülern der Gryffindors gewählt worden. Harry ist hin- und hergerissen. Einerseits gönnt er seinem besten Freund Ron das Abzeichen und die damit verbundenen Pflichten. Andererseits fragt er sich, warum man ihn nicht ausgewählt hat. Schließlich ist er Voldemort schon oft gegenüber getreten... Auch in anderen Situationen schafft es Rowling Harrys Zwiespalt glaubhaft darzustellen.

Rowlings Schreibstil hat sich in diesem Band, meiner Meinung nach, auch etwas verändert. In den ersten vier Bänden hatte ich den Eindruck, dass sie Harry immer aus einer distanzierten Sicht heraus, beschreibt. Im fünften Band hatte ich das erste Mal das Gefühl, Harry ganz nah zu sein und miterleben zu können, wie er sich fühlt.

Auch Rufus Beck hat bei diesem Band wieder wunderbare Arbeit geleistet. Er vergibt den Charakteren deutsche Dialekte. Mr Weasley, Rons Vater, bekommt beispielsweise eine nordisch angehauchte Stimme, während Professor Umbridge, die neue Lehrerin und Ministeriumsmitarbeiterin, einen kalten österreichischen Dialekt bekommt. (Bisher war ich wirklich ein großer Fan von Dialekten und hätte mir im Traum nicht vorstellen können, dass beispielsweise das Österreichische auch kalt klingen kann. Allerdings ist diese Kälte eine wichtige Vorraussetzung um Umbridges Charakter darzustellen).

Die Kernaussage des Buches besteht darin, zu erkennen, wie ein Land reagiert, wenn der Krieg droht. Spielt die Regierung mit und unterstützt die Bevölkerung um sich gegen den Feind zu wehren? Oder versuchen sie alles Erdenkliche zu tun, damit die Normalität aufrecht erhalten wird? Rowling führt die wichtigen Mittel in diesem Band wunderbar auf. Außerdem hat sie es geschafft, einer "Fantasyverfechterin", wie mir zu beweisen, dass auch reale Probleme in eine magische Welt übertragen werden können.

Was den Gesamteindruck betrifft kann ich nur sagen, dass mich auch dieser Potter-Band wieder überzeugt hat. Mein versprochener Eindruck ist fast noch etwas übertroffen. Ich hatte eigentlich befürchtet, dass sich die Geschichte, wie Kaugummi in die Länge zieht. (Schließlich hatte ich schon einmal versucht den fünften Band zum zweiten Mal als Schwarzschriftausgabe zu lesen. Allerdings hatte ich nur nach wenigen Seiten die Nase voll). Umso überraschter war ich, wie gut ich mit dem Hörbuch zurechtkam.

Dieses Buch kann ich daher allen Fantasyfans ans Herz legen. (Allerdings muss beachtet werden, dass man am besten mit dem ersten, oder mit dem vierten Band beginnt).


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Frohe Weihnachten





Hey ihr Lieben,
ich wünsche euch frohe Weihnachten,
schöne Feiertage mit eurer Familie, oder euren Freunden.

Zum Abschluss meiner diesjährigen "Weihnachtspost Reihe",
habe ich einmal ein paar andere Versionen der Weihnachtsgeschichte für euch gesucht.
Ich hoffe das ein oder andere Video gefällt euch.


Das Leben des Brian 




Loriots etwas anderes Weihnachtsgedicht




Sesame Street - It's almost christmas




In diesem Sinne... 

wünsche ich euch ein frohes Fest und hoffe,
wir schreiben uns spätestens 2015 wieder.

Montag, 22. Dezember 2014

Harry Potter und der Feuerkelch

Bild von amazon
Steckbrief

Name: Harry Potter und der Feuerkelch (auch als BuchFilm erhältlich)
Autor: J.K. Rowling
Verlag: der Hörverlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Fantasybücher lesen
Gelesen oder gehört: gehört, als Hörbuch
Sprecher: Rufus Beck
Bewertung: 4 von 5 Punkten


Klappentext

(Klappentext von: "Harry Potter und der Feuerkelch", von J.K: Rowling, erschienen im Carlsen Verlag)

"Das vierte Schuljahr in Hogwarts beginnt für Harry. Doch davor steht noch ein sportliches Großereignis das die scheußlichen Sommerferien vergessen lässt; die Quidditch-Weltmeisterschaft. Und ein weiterer Wettkampf wird die Schüler das ganze Schuljahr über beschäftigen: das Trimagische Turnier, indem Harry eine Rolle übernimmt, die er sich im Traum nicht vorgestellt hätte. Natürlich steckt dahinter das Böse, das zurück an die Macht drängt. Lord Voldemort.
Es wird eng für Harry, sehr eng. Doch auf seine Freunde und ihre Unterstützung kann Harry sich auch in verzweifelten Situationen verlassen."


Meine Meinung 

Schon zu Beginn unterscheidet sich dieser Potter Band von den anderen Büchern. Hier startet die Geschichte nämlich nicht, wie gewohnt, mit der Erzählung von Harrys Sommerferien bei Familie Dursley. Wir beobachten im ersten Kapitel einen Gärtner, der zwei Zauberer dabei erwischt, wie sie in ein Haus eingebrochen sind... An dieser Stelle war ich, als ich vor vielen Jahren das Buch zum ersten Mal gelesen habe, verwirrt und habe mich gefragt, ob ich wirklich das richtige Buch in den Händen halte. Sehr schnell wurde allerdings klar: Wir beobachten das Böse dabei, wie es einen finsteren Plan schmiedet.

In dem zweiten Kapitel der Geschichte kommen wir zur Hauptperson Harry. Hier wiederholt Rowling noch einmal kurz, um was es in den anderen Bänden ging, also wer Harry ist, was es mit seiner blitzförmigen Narbe auf sich hat... Daher bin ich der Meinung, dass "Neueinsteiger" auch mit dem vierten Band beginnen könnten.

Wie alle bisherigen Bände hält auch dieser Teil ein paar Besonderheiten bereit. Harry darf gemeinsam mit Familie Weasley an dem Endspiel der Quidditch Weltmeisterschaft teilnehmen. Außerdem findet in diesem Schuljahr in Hogwarts das Trimagische Turnier, ein Wettkampf dreier Zaubererschulen, statt. Jede Schule stellt einen Champion, der von einem verzauberten Kelch gewählt wird. Diese Champions treten dann in drei Spielen gegeneinander an. Damit der Reiz für die Kandidaten größer ist, gibt es natürlich ein ordentliches Preisgeld zu gewinnen.

Da ich das Buch zum zweiten Mal gelesen habe, ist mir aufgefallen, wie gezielt Rowling ihre Nebencharaktere platziert. Im letzten Band, Harry Potter und der Gefangene von Askaban, spielt das Quidditch Team der Gryffindors, indem Harry die Rolle des Suchers übernimmt, gegen die Mannschaft des Hauses Hufflepuff. Hier ist Cedric Digory Kapitän der gegnerischen Mannschaft. Wir lernten ihn dort nur am Rande kennen. In diesem Band erfahren wir aber, dass Cedric einer der Champions ist und somit mehr mit Harry zu tun hat.

Auch hat Rowling in diesem Band genau die richtige Mischung zwischen "Erzählen" und "Erleben" gewählt. Ich habe oft Schwierigkeiten damit, mich in Charaktere hineinzuversetzen, von denen in der Geschichte nur "gesprochen" wird, die aber nicht selbst z.B. in einer Handlung, oder einem Dialog auftreten.
Hier komme ich auf ein weiteres Beispiel zurück. Rons älterer Bruder Percy, arbeitet seit diesem Jahr im Zaubereiministerium. Sein Vorgesetzter ist der verklemmte, ernste Mr. Crouch, der nicht einmal Percys Nachnamen kennt. Crouch tritt immer wieder in kleineren Szenen auf, Hier gewinnt der Leser den Eindruck, dass er wohl einige Probleme hat und definitiv keinen Spaß versteht. Diese Vermutung und weitere Informationen über seine Familiengeschichte, werden von anderen Charakteren, wie beispielsweise Ministeriumsmitarbeitern bestätigt. Durch die Mischung zwischen "Erzählen" und "Erleben" habe ich einen Bezug zu Crouch bekommen.

Allerdings fand ich den Schreibstil von Rowling manchmal auch etwas zu langatmig. Hier hatte ich an manchen Stellen das Gefühl, dass sie zu sehr ausholt, oder sich manche Charaktere etwas dumm stellen. Deswegen habe ich einen halben Punkt bemi Schreibstil und einen halben Punkt beim versprochenen Eindruck abgezogen.

Wer sich für Fantasygeschichten interessiert, in denen reale Themen, wie beispielsweise Liebe, Freundschaft und das Auseinandersetzen mit dem Tod, eine Rolle spielen, sollte die "Harry Potter"- Reihe einmal genauer unter die Lupe nehmen. Allerdings muss auch hier gesagt werden, dass die anderen Bände aufeinander aufbauen und es daher gut ist entweder hier, oder gleich mit dem ersten Band einzusteigen.


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht

Sonntag, 21. Dezember 2014

Jahresrückblick 2014

Nun ist es Zeit für den ersten Jahresrückblick der Ge(h)Schichten, obwohl dieser Blog noch nicht mal ein Jahr existiert..
Ich wünsche trotzdem, oder gerade deswegen viel Spaß beim lesen.

Gelesen 2014 

Meine 10 Favoriten des Jahres: Wer keine Lust hat, sich die Monatsübersicht durchzulesen, kann einen Blick auf meine 10 Lieblingsbücher des Jahres 2014 werfen. Die Reihenfolge der Auflistung hat nichts zu bedeuten.

1. Harry Potter Reihe - J.K: Rowling (als Hörbuch, gelesen von Rufus Beck, Verlinkung führt zur Rezension von Band 4)
2. Der Fliegenfänger - Willy Russell (als Hörbuch, gelesen von Rufus Beck)
3. Silber - Das erste Buch der Träume - Kerstin Gier (als Hörbuch, gelesen von Simona Pahl)
4. 28 Tage lang - David Safier (als Hörbuch,
5. Ein plötzlicher Todesfall - J.K. Rowling (als Buch)
6. Arbeit und Struktur - Wolfgang Herrndorf (als Hörbuch,
7. Das Schicksal ist ein mieser Verräter - John Green (als Hörbuch, gelesen von Anna Maria Mühe)
8. Splitter - Sebastian Fitzek (als Hörbuch, gelesen von Simon Jäger)
9. Eines Tages Baby - Julia Engelmann (als Hörbuch, gelesen von der Autorin)
10. Die Känguru Offenbarung - Marc-Uwe Kling (als Live Lesung, gelesen von Marc-Uwe Kling)


Die Monatsübersicht: Hier habe ich mal aufgelistet welches Buch in welchem Monat gelesen wurde. Die bisher erschienene Rezensionen sind verlinkt.


Januar: 
Gelesen: 4 Bücher
Davon Rezensionsexemplare: 1
Titel: Sonntags Tod, Harry Potter und der Feuerkelch, Kontrolliert außer Kontrolle, Ich bin Malala,

Februar: 
Gelesen: 4 Bücher
Davon Rezensionsexemplare: 0
Titel: Ein plötzlicher Todesfall, Harry Potter und der Orden des Phönix, Harry Potter und der Halbblutprinz, Mein zweites Leben,

März:
Gelesen: 4 Bücher
Davon Rezensionsexemplare: 3
Titel: Das Schicksal ist ein mieser Verräter, Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie, Noah, Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

April:
Gelesen: 2 Bücher
Davon Rezensionsexemplare: 0
Titel: Blutadler, Amok

Mai:
Gelesen: 4 Bücher
Davon Rezensionsexemplare: 0
Titel: Das Jahr das zwei Sekunden brauchte, Die Känguru Offenbarung, Eine wie Alaska, Ein Schnupfen hätte auch gereicht

Juni:
Gelesen: 2 Bücher
Davon Rezensionsexemplare: 0
Titel: Wer sich in Gefahr begibt, Die Wunschliste

Juli:
Gelesen: 1 Buch
Davon Rezensionsexemplar: 1
Titel: Breaking News

August: 
Gelesen: 6 Bücher
Davon Rezensionsexemplare: 3
Titel: Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer, Eines Tages Baby, Arbeit und Struktur, Das Rachespiel, Der Fliegenfänger, PS ich töte dich,

September:
Gelesen: 5 Bücher
Davon Rezensionsexemplare: 2 Bücher
Titel: Silber - Das erste Buch der Träume, Meg Finn und die Liste der vier Wünsche, 28 Tage lang, Das Herz ihrer Tochter, Harry Potter und die Heiligtümer des Todes, Eines Tages Baby (nochmal gelesen wegen der Rezension), Splitter,

Oktober:
Gelesen: 2 Bücher
Davon Rezensionsexemplare: 0
Titel: Nur die Harten kommen in den Garten, Brief an mein Leben

November: 
Gelesen: 1 Buch
Davon Rezensionsexemplar: 1 Buch
Titel: Warten auf Gordot und andere Werke

Dezember: 
Gelesen: 2 Bücher
Davon Rezensionsexemplare: 0 Bücher
Titel: Der Gaukler, Ich spreche

Gesamt: 37 Bücher

Positive und negative Momente 2014 

Dargestellt in Stichpunkten:

Schöne Ereignisse

- Die Gründung der Ge(h)Schichten und einem Schwung neuer Kreativität nach den anfänglichen BloggerTiefs
- Das Konzert von Ivy Quainoo im Rahmen ihrer "Wildfires"- Tour Anfang des Jahres bei mir daheim
- Der Besuch der Frankfurter Buchmesse
- Die Zusage fürs Studium in meiner Wunschstadt (ok ich habe von 5 Bewerbungen 4 Zusagen bekommen von daher ist das allein schon ein Erfolg)
- schöne Momente mit Freunden

Trauriges: 

- Wenn man verstorbene Menschen, die einem wichtig waren, an einer Hand abzählen kann (wobei: Was sollen unsere Eltern da erst sagen?)
- Wenn sich Freundschaften über Entfernungen nicht erhalten lassen und man sich aus den Augen verliert (auch das ist wahrscheinlich alltäglich)
- Der Flop mit dem Bloggerprojekt Buchstabensuppe

Von daher: Kann ich mich nicht wirklich beklagen.

Meine Musik 2014

"Unknown Passenger" die Sieger von RTLs unerfolgreicher Castingshow "Rising Star". Dank RTL hat die Band einen höheren Bekanntheitsgrad erlangt, jedoch haben die Fans es auch Lockangeboten seitens Musikexperten zu verdanken, dass sich die Band nur wenige Monate nach ihrem Sieg "gezwungenermaßen" auflöste. 




The BossHoss mit ihrem Hit "Personal Song". Als das Lied im Radio lief war ich gerade ziemlich genervt und fertig mit der Welt. Das Lied hat dann den Rest meines Tages buchstäblich gerettet.



Ein schönes Lied das den typischen Beatsounds trotzt, die immer öfter die Charts stürmen.



Das ist eines der Lieder des Filmes "Can a song save your life". In dem Film geht es um einen Musikmanager, der am Ende seiner Karriere ist. Seine Frau hat ihn verlassen, er wird aus seiner eigenen Firma geworfen. Sein Leben scheint am Ende. Doch dann sieht er in einer Kneipe den Auftritt einer unbekannten Sängerin. Ihn packt die Inspiration...
Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte es schleunigst tun. Unter anderem spielen Keira Knightley und der Leadsänger von Maroon 5 mit (wie man oben im Video unschwer erkennen bzw. erhören kann :-) ).

In diesem Sinne...

wünsche ich euch erstmal schöne Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Auf das ihr einen schönen Silvester Abend mit wundervollen Menschen verbringt und viele schöne gemeinsame Momente teilt.

Außerdem wollte ich mich bei euch Lesern bedanken. Ge(h)Schichten gibt es jetzt gerade mal fünf Monate und ich hatte wirklich nicht gedacht, dass sich am Ende des Jahres schon ein paar interessierte Leser gefunden haben, fernab von Freunden und Verwandten, die sich für meine Beiträge interessieren und offenbar gerne hier vorbeischauen. (Das schließe ich zumindest aus den Ergebnissen der Umfrage :-) ).

Bis dahin...
eure Emma

Montag, 15. Dezember 2014

Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Bild von amazon
Steckbrief

Name: Harry Potter und der Gefangene von Askaban (auch als BuchFilm erhältlich
Autor: J.K. Rowling
Verlag: Der Hörverlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Fantasybücher oder Krimis lesen
Gelesen oder gehört: gehört als Hörbuch
Sprecher: Rufus Beck
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 


(Klappentext von computerjockey). 

"Natürlich weiß Harry, dass das Zaubern in den Ferien strengstens verboten ist, und trotzdem befördert er seine schreckliche Tante mit einem Schwebezauber an die Decke. Die Konsequenz ist normalerweise:  Schulverweis! Nicht so bei Harry, im Gegenteil, man behandelt ihn wie ein rohes Ei. Hat es etwa damit zu tun, dass ein gefürchteter Verbrecher in die Schule eingedrungen ist und es auf Harry abgesehen hat? Mit seinen Freunden Ron und Hermine versucht Harry ein Geflecht an Verrat, Rache, Feigheit und Verleumdung aufzudröseln und stößt dabei auf Dinge, die ihn fast an seinem Verstand zweifeln lassen."


Meine Meinung 

Nun widme ich mich Harrys drittem Abenteuer. Hier hat Rowling einen echten Zaubererkrimi geschrieben. In den Muggelnachrichten erfährt Harry, dass ein gefährlicher Verbrecher aus dem Gefängnis ausgebrochen ist. Anfangs interessiert ihn die Meldung nicht gorßartig. Doch dann kommt heraus: Er ist aus keinem gewöhnlichen Gefängnis entflohen. Nach Askaban werden die Schwerverbrecher in der Zaubererwelt gebracht. Dort herauszukommen ist angeblich unmöglich, denn die Wachen, so genannte Dementoren, zehren an ihren Nerven. Doch Sirius Black ist die Flucht gelungen. Und allen ist klar, dass er nur ein Ziel hat: Harry zu töten!

Nachdem Rowling im ersten Band in die Zaubererwelt eingeführt hat, Harry im zweiten Teil wieder auf Voldemort traf, finden wir uns hier in einem gut konstruierten Krimi wieder. Toll finde ich hier, dass der dritte Band den Alltag in Hogwarts wiederspigelt. Harry, Ron und Hermine müssen sich mit neuen Fächern, wie beispielsweise "Wahrsagen" bei einer merkwürdigen Seherin, oder mit "Pflege magischer Geschöpfe" auseinandersetzen. Obwohl der Alltag in Hogwarts scheinbar normal ist, entstehen durch die neuen Fächer neue interessante Situationen. So schafft Rowling, dass beim Leser das Gefühl von Langeweile aus bleibt.

Auch aus sportlicher Sicht betrachtet, gibt es für Harry nur ein Ziel: Der Quidditch Pokal muss nun endlich gewonnen werden! Schließlich steckt Oliver Wood der Kapitän der Gryffindor Mannschaft in seinem letzten Schuljahr. Nicht zu vergessen gibt es einen neuen Lehrer in "Verteidigung gegen die Dunklen Künste". Nämlich Professor Lupin, der zwar der beste Lehrer ist, den die drei Freunde je hatten, aber auch das ein oder andere Geheimnis mit sich bringt.

Rowling versteht sich auch bei Harrys drittem Abenteuer gut darauf, Handlungsstränge miteinander zu verknüpfen. Dinge, wie ein einfaches Foto, dass mehr in einem Nebensatz erwähnt wird, erweist sich später als wichtige Information. Dieses Stilmittel, scheinbar normale Dinge einzubauen, nur um sie später in den Vordergrund rücken zu lassen, gefällt mir sehr gut.

Rowling klärt in Nebensätzen über die vorherigen Bände auf. So wird klar, dass Snape immer noch der verhasste Zaubertranklehrer ist, oder Malfoy immer Harrys Feind bleiben wird. An dieser Stelle bin ich mir nicht sicher, ob die Hörbücher nicht etwas gekürzt wurden. Immerhin kamen mir Rowlings Nebensatz Erklärungen früher immer endlos lang vor und ich ärgerte mich über ihre häufigen Wiederholungen.

Die Rahmenhandlung bei Harry Potter ändert sich auch in seinem dritten Abenteuer nicht. Er ist der Held, der nicht nur jede Menge Abenteuer erlebt, sondern auch Freunden und vermeindlichen Feindne hilft. Allerdings versteht sich Rowling darauf jedem Buch einen eigenen Charakter zu vergeben. Hier steht die Kriminalhandlung, das Aufspüren von Sirius Black, im Vordergrund. Nachdem Harry in den letzten beiden Bänden auf Voldemort, den Mörder seiner Eltern, traf, fand ich es sehr schön, dass in diesem Band Black Harrys einziger gefährlicher Feind bleiben sollte und so ein weiteres Treffen mit Voldemort aus blieb.

Rufus Beck läuft hier wieder zur Glanzleistung auf. Das Schlimme ist, dass mir gar nicht einfällt, wie ich die Eigenschaften guter Synchronsprecher hervorheben soll, ohne mich zu wiederholen. Ich kann nur betonen, dass er mir das ein oder andere Lächeln auf das Gesicht gezaubert hat, während er beispielsweise dem ein oder anderen Gemälde die passende Stimme verlieh.

Wer also noch nicht genug von Harrys Abenteuern hat und gerne einmal Fantasybuch und Krimi vereint in einer Geschichte erleben möchte, sollte sich "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" unbedingt durchlesen.


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht

Sonntag, 14. Dezember 2014

3. Advent 2014


Es ist der 3. Advent, Zeit also für den dritten Adventspost. 
Heute wird es etwas musikalisch...

Weihnachtslieder 

Was wäre Weihnachten ohne die richtige Musik?
Die alt bewährten deutschen Weihnachtslieder sind vielen von euch ein Begriff.
ich dachte, ich zeige euch mal die Weihnachtsmusik meiner Kindheit. (Alle Jahre wieder lief bei uns eine CD mit amerikanischen Weihnachtsliedern).
Hier möchte ich euch fünf meiner Lieblingslieder zeigen. Ich wünsche viel Spaß beim hören.

1. Santa Claus is coming to town 



2. White Christmas - Bing Cosby 




3. Deck the Halls - Nat King Cole 



4. It's the most wonderful time of the year - Johnny Mathis  




5. All I want for christmas is my two front teeth




Zum Abschluss ein netter Dialog mit Michael Buble




Ihr seid gefragt... 

Welche Lieder hört ihr an Weihnachten?
(Gehört ihr zu den "Last Christmas" Fans? :-) ).

GE(H)FRAGT - Ricarda Konrad die zweite :-)

Hey ihr Lieben,

Ricarda Konrad hat den zweiten Teil "Herbst der verlorenen Spuren" ihrer "Leben"- Trilogie veröffentlicht. (Zur Erinnerung: Band 1 nennt sich: "In den Schatten der Vergangenheit" und ist wie Band 2, als eBook und Taschenbuch erhältlich). In diesem Rahmen habe ich wieder ein Interview mit ihr geführt. Natürlich gibt es auch diesmal etwas zu gewinnen...

Aber kommen wir erst einmal zu den Fragen:

Herzlich willkommen, zurück Frau Konrad. Sie haben den zweiten Band: "Herbst der verlorenen Spuren" der "Leben"- Trilogie im Gepäck. Um was geht es in dem Roman?

Vielen Dank, ich bin gern wieder zurück bei Ge(h)Schichten!

Im zweiten Band geht es um Daniel O’Keefe, der im ersten Teil bereits eine kleine Nebenrolle hatte. Nun ist sein Leben einigermaßen geordnet und er beginnt die Suche nach seinem Vater. Um eine Partnerin kennenzulernen, weicht der schüchterne Eigenbrötler auf das Internet aus. Doch bei einem geplanten ersten Treffen verschwindet seine Bekannte spurlos. Daniel gerät ins Visier der Polizei und sein bisher aufgebautes Leben bricht wie ein Kartenhaus über ihm zusammen. Neben Daniel begleitet der Leser/die Leserin auch Susans Familie und es gibt ein Wiedersehen mit den Protagonisten aus dem ersten Band.


Was hat sich seit unserem letzten Interview bei Ihnen getan?

Mein Leben war hauptsächlich von Arbeit geprägt, aber natürlich auch Zeiten mit der Familie. Der zweite Band wurde fertiggestellt und mehrfach von mir überarbeitet, wir haben uns sehr viel Gedanken über die Gestaltung des Covers gemacht. Das hat erneut meine Tochter in die Hand genommen. Außerdem kam mir währenddessen schon die Idee zum dritten Band, dessen Geschichte in meinem Kopf bereits parallel lief.


Welche neuen Facetten Ihrer Romanfigur erwarten uns im zweiten Band? Gibt es Ereignisse, die sie geprägt haben?

Man wird Daniel auf jeden Fall näher kennenlernen und verstehen, wo sein Problem liegt. Er fühlte sich lange zurückgewiesen und tut sich nun etwas schwer, soziale Kontakte zu knüpfen.


Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Romane?

Das weiß ich selber gar nicht so genau, sie ergeben sich einfach. Mal liege ich abends wach im Bett und mir schießt etwas in den Kopf, ein anderes Mal ist es die klassische Dusche, unter der mir etwas einfällt. In allen Fällen aber fertige ich sofort eine Notiz an aus Angst, es sonst zu vergessen. Meistens handelt es sich dabei um Szenen, die in meinen Gedanken bei solchen Gelegenheiten schon komplett geschrieben werden.


Hand aufs Herz: Self Publishing oder Literaturagentur? Sie haben nun ja schon einige Erfahrung als „Selbst Verlegerin“. Was können Sie darüber berichten?

Beides hat seine Vor- und Nachteile, denke ich. Als Selbstverleger ist man sicher freier und kann schalten und walten, wie man möchte. Niemand möchte einen Plot verändert haben, auch wenn er einem selbst so gefällt. Die Kehrseite ist aber natürlich, dass der Werbeeffekt sehr gering ist. Als Selbstverleger hat man nie die Möglichkeiten, die ein Verlag diesbezüglich bieten kann und wird daher auch nie so viel Leser mobilisieren können.


Wie lange arbeiten Sie pro Tag an Ihren Buchprojekten?

Das ist ganz unterschiedlich. Zum Schreiben muss ich Zeit und Ruhe haben, sonst bremse ich mich selber aus. So kann es durchaus sein, dass ich tagelang gar nichts mache, während ich an anderen Tagen viele Stunden am PC sitze. Reaktionen in sozialen Netzwerken o.ä. natürlich erfolgen von mir sofort. Aber das läuft oft eher nebenher, sozusagen zwischen Bettenmachen und Kochtopf.


Nur aus lauter Neugier: Gibt es schon eine neue Romanidee?

Die gibt es und sie bildet den dritten Band der Trilogie. Das „Grundgerüst“ steht bereits, jetzt geht es in die langwierige und auch sehr wichtige Nacharbeit. Der Roman wird selbstverständlich wieder in sich abgeschlossen sein und sich um Damians Schwester Megan drehen.


Und zu guter letzt möchte ich mich bei Ihnen für das kurze Interview und die erneute Kontaktaufnahme bedanken. Ich hoffe bald wieder von Ihnen zu hören, oder noch besser in einem Buchladen von Ihnen „zu lesen“.

Ich danke Ihnen, dass ich auf Ihrem Blog wieder präsent sein durfte!

--- AUFGEPASST ---

Auch diesmal gibt es wieder etwas zu gewinnen! Ricarda Konrad verlost ein Exemplar ihres aktuellen Romanes "Herbst der verlorenen Spuren".

Beantworte folgende Frage: Wer gestaltete die Cover zu "In den Schatten der Vergangenheit" und "Herbst der verlorenen Spuren" ?

Die richtige Antwort schickt ihr mir bitte per Mail an: EmmaZecka@gmx.de
Einsendeschluss ist der: 24.12.
Der Gewinner wird von mir per Mail benachrichtigt.

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Das leidige Thema... Bewerben für die Ausbildung / Hochschule

Bereits veröffentlichte Artikel

Wo und wie beantrage ich Hilfsmittel - HIER KLICKEN
Wie bewerbe ich mich für ein Praktikum? - HIER KLICKEN
Wie beschaffe ich mir Fachliteratur - HIER KLICKEN
Was muss ich für Prüfungen beachten? - HIER KLICKEN
Umgang mit der Sehbehinderung eigene Erfahrungen - HIER KLICKEN
Wie arbeite ich mit einer Gesetzessammlung? - HIER KLICKEN


Vorwort

Hey ihr Lieben,
bald geht es für die Abschlussjahrgänge wieder los: Die Prüfungen sind noch nicht mal überstanden und schon muss man sich mit den potentiell wichtigen Fragen des Lebens befassen: Was soll aus mir werden? FSJ, Ausbildung oder doch gleich Studium? Oder wäre nicht erstmal eine Weltreise genau das Richtige?

In diesem Beitrag möchte ich ein paar Tipps zur Bewerbung an einer Hochschule geben. Das Thema ist daher nicht ausschließlich für Menschen mit Behinderung interessant... Allerdings gibt's hier einen extra Schwerpunkt, da Menschen mit einer chronischen Erkrankung ein paar Dinge bei ihrer Bewerbung beachten sollten. Aber erstmal fangen wir ganz von vorne an...
Viel Spaß beim lesen :-)


Hochschule oder Uni 

Die Gemeinsamkeiten 

Beide Institutionen können mit einem (Fach)Abitur, oder einer Qualifikation, die der Hochschulzulassungsberechtigung gleichzusetzen ist, besucht werden.
Nach dem Abschluss eines Studiengangs hat man einen akademischen Grad und trägt die Bezeichnung Bachelor (of Arts). Die Regelstudienzeit beträgt 7 Semester also 3,5 Jahre. Mit einem abgeschlossenen Bachelor Studium kann ein so genannter Master drauf gepackt werden. Im Masterstudiengang werde Themeninhalte vertieft, sodass man hier besondere Schwerpunkte setzen kann.

Die Unterschiede 

Es gibt viele Mythen worin die Unterschiede zwischen einer Uni und einer Hochschule liegen. Hier kann ich nur das wiedergeben, was mir selbst zu Ohren gekommen ist. Eine Universität habe ich (bisher noch) nicht besucht. Momentan studiere ich an einer Hochschule, früher Fachhochschule, soziale Arbeit im ersten Fachsemester.

Universitäten sind oft sehr groß und unpersönlich. Die Vorlesungen sind, je nach Studienfach, überfüllt. Für die Prüfungen muss sich der Studierende extra anmelden. Wer das nicht tut, nimmt auch nicht daran teil, kann die Lehrveranstaltungen des aktuellen Semesters aber trotzdem besuchen.
Zudem sind die Studieninhalte an Universitäten oft theoriebezogener. In manchen Studiengängen gibt es also nur den Semesterferien die Möglichkeit Praxiserfahrungen zu sammeln.

Wichtig zu beachten: Während viele Studiengänge zulassungsbeschränkt (siehe unten) sind, gibt es an einigen Universitäten eine Hand voll zulassungsfreier Studiengänge. Die einzige Voraussetzung hierfür ist der Erwerb einer Hochschulzulassungsberechtigung. Du kannst dich also theoretisch auch kurz vor knapp für ein zulassungsfreies Studienfach einschreiben.

Hochschulen sind deutlich kleiner. Beispielsweise gibt es bei mir in der Stadt eine Hochschule, die sich auf zwei Gebäude verteilt. Zum Vergleich: Eine Uni hat mehrere Campus (ja das ist wirklich die Plural :-) ), die auf verschiedene Stadtteile verteilt sind. Im schlimmsten Fall musst du für manche Veranstaltungen den Campus wechseln. Eine Hochschule kann durchaus Außenstellen haben, jedoch bist du meist an einem Ort und musst höchstens für einmalige Seminare (z.B. Blockseminare, die an einem Wochenende stattfinden) den Ort wechseln.

Praxis wird in vielen Studienfächern sehr groß geschrieben. Viele Studiengänge haben ein Praxissemester (5-6 Monate) in der Regelstudienzeit integriert. Dass heißt du arbeitest ein halbes Jahr in einer Einrichtung und schon einen Bereich rein, sammelst jede Menge Erfahrung.
Im Vergleich zur Uni gibt's an der Hochschule einige Seminare mit deutlich kleineren Gruppen. Beispielsweise kann eine Seminargruppe 15-30 Teilnehmer haben. (In einer Vorlesung sitzen an die 150 Leute).

Unterschied zwischen einer kirchlichen und einer staatlichen Hochschule 

Kurz und knapp - ausführlicher wird's bei dem Punkt "Bewerbung" - : Überall wo dick und fett "katholisch" oder "evangelisch" drauf steht, handelt es sich um eine kirchliche Hochschule. Allerdings müsst ihr keiner bestimmten Glaubensrichtung angehören, um an einer kirchlichen Hochschule aufgenommen zu werden.

Bewerbung an einer Hochschule 

BEACHTE: Jede Hochschule hat eine eigene Homepage auf der sie über die gängigen Bewerbungsverfahren und Zulassungsvoraussetzungen informiert. Ich versuche meine Informationen sehr allgemein zu halten, beziehe mich hier und da auf meine eigenen Erfahrungen für die Bewerbung im Studiengang soziale Arbeit. (Hier habe ich mich sowohl an staatlichen als auch kirchlichen Hochschulen beworben).
Daher: Schaut euch auf jeden Fall die Seiten eures Favoriten an und verlasst euch NICHT NUR auf diesen Beitrag.

Was brauche ich für eine Bewerbung? 

Hier werden ganz klar die Unterschiede zwischen einer kirchlichen und einer staatlichen Hochschule deutlich.

Kirchliche Hochschulen 

Hier könnt ihr mit:
- Vorpraktika (zählt in der Regel ab 6 Monaten)
- ehrenamtlichen Tätigkeiten (zählt in der Regel ab einem Jahr)
- einem FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) / BFD (Bundesfreiwilligendienst)
- einer abgeschlossenen Berufsausbildung (am besten noch mit einem ähnlichen Fachgebiet z.B. für Soziale Arbeit Studenten eine Erzieherausbildung)
punkten.

Zusätzlich braucht ihr:
- einen Bewerbungsbogen, den es auf der Homepage der Hochschule gibt (da müsst ihr meist nur ankreuzen und / oder ausfüllen)
- eventuell ein Motivationsschreiben, indem ihr erklärt, warum ihr euch ausgerechnet für diesen Studiengang interessiert
- eventuell ein Passbild (für den potentiellen Studentenausweis)
- eure BEGLAUBIGTE Hochschulzulassungsberechtigung

Das Bewerbungsverfahren verläuft meist nach einem Punktesystem. Eure Punkte errechnen sich aus:
- dem Abischnitt
- eurer ehrenamtlichen Tätigkeit
- Praktika
- FSJ / BFD
- eine abgeschlossene Ausbildung

Wenn ihr nicht auf Anhieb einen Studienplatz erhaltet, lohnt es sich auf jeden Fall die Bewerbung aufrechtzuerhalten und den entstehenden Leerlauf sinnvoll durch Praktika zu überbrücken. Das Aufrechterhalten beschert euch, je nach Hochschule, einen einmaligen Pluspunkt im kommenden Jahr. (Bei mir hat das dafür gesorgt, dass ich im Nachrückverfahren in meinen Wunschstudiengang gekommen bin). Zudem könnt ihr durch Praktika weitere Punkte "dazugewinnen".

Staatliche Hochschulen

Hier gibt es ebenfalls ein Auswahlverfahren. Allerdings wurden für den Studiengang Soziale Arbeit keine ehrenamtlichen Tätigkeiten, oder Vorpraktika verlangt.
Es zählen:
- der Schnitt des Abschlusszeugnisses
- ein BFD / FSJ
- eine abgeschlossene Berufsausbildung
- Ein Härtefallantrag

Auch hier gilt: Ein zusätzlicher Bewerbungsbogen wird benötigt.

Wichtig: Wie ihr unten im Kommentar zurecht lesen könnt, sind Vorpraktika für bestimmte Studiengänge sogar Pflicht. Daher: Ein oder mehrere Blicke auf die Homepage eurer Hochschule, oder eine Mail an den dortigen Ansprechpartner lohnen sich auf jeden Fall.


Bewerben mit Behinderung 

Ihr habt den obigen Text gelesen und fragt euch jetzt: "Na toll, und wie zur Hölle soll ich neben der Schule sowohl Praktika als auch ehrenamtliche Tätigkeiten absolvieren?".
Hier gibt es für Menschen mit Behinderung einen kleinen Ausgleich der je nach Hochschule unterschiedlich gewertet wird.

Härtefallantrag - Was ist das? 

Ein Antrag auf Härtefall kann gestellt werden, wenn eine chronische Erkrankung, oder eine Krankheit, deren Verlauf sich verschlechtert, vorliegt.

Nicht zu verwechseln mit dem Nachteilsausgleich: Dieser kann auch von Menschen ohne Behinderung gestellt werden.

Wie stelle ich einen Härtefallantrag? 

Ein Härtefallantrag ist ein formloser (also selbstformulierter) Antrag, den ihr neben euren Bewerbungsunterlagen einreicht. Für diesen Antrag braucht ihr:
- eine beglaubigte Kopie eures Schwerbehindertenausweises
- ein fachärztliches Gutachten, welches die Schwere eurer Behinderung bestätigt. (Wichtig zu beachten: Der Brief muss zum einen eure Diagnose enthalten, soll zum anderen aber so formuliert sein, dass auch ein Laie, der sich mit eurer Erkrankung überhaupt nicht auskennt, die Möglichkeit hat das Wesentliche zu erfassen).

Wie sieht ein formloser Antrag aus? Was muss ich beachten? 

Formal aufgebaut ist dieser Antrag wie ein Bewerbungsschreiben. Oben links kommt zuerst eure Adresse (Anschrift), Telefonnummer und ggf. Emailadresse. Darunter kommt die Anschrift des Bewerbungsamtes / Bewerbungsbüros.

Meinen Härtefallantrag habe ich inhaltlich folgendermaßen gegliedert:

Einleitung
Hier gehört ein Einleitungssatz hin, der erklärt, was ihr wollt. Also z.B. "Hiermit beantrage ich die Zulassung zum Studiengang ... unter Berücksichtigung von Gründen der außergewöhnlichen Härte"

Diagnose
Das ist der schwierige Teil. Bringt eure Behinderung / Erkrankung in wenigen Sätzen auf den Punkt.
Beispiel: "Ich leide unter der Erkrankung XY, die ... verursacht, dass...". (Beschreibt die Diagnose so, dass ein Laie die Möglichkeit hat, sie zu erfassen).

Die Begründung
Nachdem ihr über eure Erkrankung aufgeklärt und berichtet habt, worin die Einschränkung besteht, ist es wichtig die Zulassung zum Studium zu begründen.
Wenn sich die Entwicklung eurer Erkrankung nicht abschätzen lässt, schreibt genau das rein. Warum müsst ihr ausgerechnet jetzt studieren? Könnt ihr eine eventuelle Wartezeit sinnvoll überbrücken? Falls nein: Warum nicht?

Motivation / Begründung
Dem Leser sollte jetzt klar sein: Ihr habt eine Behinderung, ihr müsst sobald wie möglich zum Studium zugelassen werden. Aber: Warum ausgerechnet an dieser Hochschule / Uni? Wäre es nicht schön eine neue Stadt kennen zu lernen?
Hier ist es gut zu betonen, was den Studiengang an eurer Wunschhochschule ausmacht. Zudem ist es wichtig, sinnvoll zu begründen, warum ihr ausgerechnet dort studieren wollt.
Beispiel bei einer chronischen Erkrankung:
- Nähe zur Familie
- fortführende fachärztliche Behandlung mit den Ärzten, die sich mit eurem Fall auskennen

Abschluss
Ein Schlusssatz könnte sein: "Ich bitte um wohlwollende Prüfung meines Antrages und stehe für Rückfragen selbstverständlich zur Verfügung".

Wie wird ein Härtefallantrag bewertet? 

Hier zeigt sich der bewährte Unterschied zwischen Kirche und Staat.

Kirchliche Hochschulen 

Hier gibt es zwar Punkte für den Antrag, jedoch seid ihr klar im Vorteil, wenn ihr auch andere Dinge, wie ehrenamtliche Tätigkeiten, oder Praktika vorweisen könnt.
Es gibt keine klare Härtefallquote, die an kirchlichen Hochschulen genommen wird.

Staatliche Hochschulen 

Staatliche Hochschulen nehmen 5% an Härtefallantragsstellern. Wenn ihr also Glück habt, werden die 5% nicht überschritten, sodass ihr euren Studienplatz sicher habt.

Jetzt denkt ihr euch: Na super und das nennt sich Kirche? An dieser Stelle möchte ich noch Folgendes erwähnen:

Wenn ihr einen Schwerbehindertenausweis habt, könnt ihr ja kostenlos den Nahverkehr nutzen. Daher braucht ihr kein Semesterticket. Diesen Beitrag könnt ihr euch nach Beginn des Studiums zurückzahlen lassen. Und hier punkten ganz klar die kirchlichen Hochschulen.

Kirchliche Hochschulen: 

Ich studiere an einer solchen Hochschule und musste den Rückerstattungsantrag einmalig zu Semesterbeginn stellen. Mein Antrag wurde unbefristet bewilligt.

Staatliche Hochschulen 

Zwei meiner Freunde studieren an einer Universität bzw. einer staatlichen Hochschule. Beide sind mit den Möglichkeiten sich den Beitrag rückerstatten zu lassen, nicht wirklich zufrieden. Zum einen muss der Antrag jedes Semester neu gestellt werden. Hier muss man sich mit dem AstA in Verbindung setzen. Das ist für beide oft aber ein ziemliches Gerenne. Eine der beiden muss quer durch die Stadt, sprich, für einen gehbehinderten Menschen ziemlich umständlich, die andere hat es aus eigener Aussage "bereits aufgegeben", die Aktion jedes Semester neu zu starten.


In diesem Sinne ... 

So ich hoffe ihr seid nach diesem Monsterbeitrag etwas schlauer.
Noch Fragen?
Dann schreibt mir einen Kommentar oder eine Mail.

Montag, 8. Dezember 2014

Harry Potter und die Kammer des Schreckens

Bild von pottershop
Steckbrief

Name: Harry Potter und die Kammer des Schreckens (auch als BuchFilm erhältlich)
Autor: J. K. Rowling
Verlag: der Hörverlag
Geeignet für: ab 7 Jahren, oder für Menschen, die gerne Fantasybücher lesen
Gelesen oder gehört: gehört
Sprecher: Rufus Beck
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext

(Klappentext von computerjokey)


"Endlich wieder Schule! Einen solchen Seufzer kann nur ausstoßen, dessen Ferien scheusslich udn die Erinnerung an das vergangene Schuljahr wunderbar waren: Harry Potter. Doch wie im Vorjahr stehen nicht nur Zaubertrankunterricht und Verwandlung auf dem Programm. Ein grauenhaftes Etwas treibt sein Unwesen in den Gemauern der Schule - ein Ungeheuer für das niemand, nicht einmal der mächtigste Zauberer eine Erklärung findet. Wird Harry mit Hilfe seiner Freunde Ron und Hermine das Rätsel lösen und Hogwarts aus der Umklammerung durch die dunklen Mächte befreien können?"


Meine Meinung 

Auch der zweite Band der Harry Potter Reihe hat mich wieder gepackt. Inhaltlich finde ich es sehr schön, dass der zweite Band nicht auf dem ersten Band aufbaut. Am Anfang wird noch einmal erklärt, wer Harry Potter ist, wer seine Freunde sind und warum er nicht bei seinen Eltern lebt. Die wichtigsten Infos sind also bekannt. Auf Harrys Treffen mit Lord Voldemort wird nicht weiter eingegangen.

Auch die Handlungsstränge sind diesmal wieder sehr schön aufgebaut. Es wird lange darüber berichtet, wie sich Harry, Ron und Hermine nach den Sommerferien wieder in Hogwarts einleben. Die Geschichte um die Kammer des Schreckens wird langsam eingeleitet. Alles beginnt damit, dass Harry von einem Wesen, um genau zu sein, einem Hauselfen davor gewarnt wird, wieder nach Hogwarts zurückzukehren.

Kaum hat das Schuljahr richtig begonnen passieren auch schon die ersten Angriffe. Schüler, die nichtmagische Wurzeln haben, also "muggelstämmig" sind, werden versteinert. Den Freunden ist klar, dass bald etwas passieren muss. Doch es stellt sich die Frage: Wer ist der Angreifer? Steckt vielleicht Erzfeind Draco Malfoy hinter den Anschlägen?

Das Tolle an der Handlung ist, dass die Spannung langsam aufgebaut wird, bis zu einem gewissen Punkt ansteigt und dann wieder abfällt. Die Geschichte löst sich dann gemütlich wieder auf. Auch hier bekommt die Geschichte ein rundes Ende.

Schön finde ich, dass auch die Charaktere in diesem Buch an Stärke gewinnen. Die bestehenden Charaktere wie beispielsweise der Protagonist Harry und seine Freunde werden weiter ausgebaut. Der Leser lernt sie so besser kennen. Auch neue Charaktere, wie der treu ergebene Hauself Dobby, oder der überhebliche Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste Gilderoy Lockard werden sehr schön in die Geschichte eingeführt. Ich bin wirklich beeindruckt, wie Rowling es schafft, Charaktere allein durch ihr "Tun" darzustellen. Angefangen bei "Zaubererstar" Gilderoy Lockard, der nicht nur mit einem Dauerlächeln herumläuft, sondern auch noch der neue Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste ist, bis hin zu dem neuen Erstklässler Collin, der sich als Harrys größter Fan herausstellt: Die Charaktere sind sehr facettenreich beschrieben.

Rufus Beck macht auch hier wieder einen tollen Job. Ich denke es hat sicher viel Schweiß gekostet, um Höhen, wie für die Stimme des Hauselfen Dobby zu erreichen. Besonders gefallen hat mir in diesem Band seine Imitation von Gilderoy Lockard. Er hat den überheblichen Lehrer wirklich hervorragend getroffen. Da habe ich mich wirklich gefragt, warum er ihn nicht im Film synchronisiert hat.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich auch Harrys zweites Abenteuer überzeugt hat. Die Geschichte rund um den Zaubererjungen ist noch lange nicht ausgeschöpft. Wer also noch ein gutes Fantasybuch für die jüngeren Geschwister sucht, oder einmal in eine ganz andere magische Welt, fernab von Vampiren, eintauchen möchte, kann das Buch guten Gewissens kaufen. 


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht

Sonntag, 7. Dezember 2014

2. Advent 2014


2. Advent 

Dieses Wochenende haben wir die erste Operation Weihnachtsbäckerei gestartet.
Entgegen aller Erwartungen geht es in diesem Post NICHT um Kekse...

Der Baum brennt 

Eine Kurzgeschichte von Emma Zecka (also mir :-) ). 

Verträumt ging ich durch die Straßen. Der kalte Wind wehte mir ins Gesicht und ich lächelte vergnügt vor mich hin. Bald sollte die schöne Zeit des Jahres beginnen. Die Schaufenster waren bereits mit Weihnachtsdekorationen geschmückt und auch der Weihnachtsmarkt hatte heute das erste Mal geöffnet. Die Weihnachtszeit gefiel mir immer am besten. Viele ärgerten sich über den Schwall an Harmonie, der gar nicht mehr wegzudenken war. Pläne für Weihnachtsüberraschungen wurden geschmiedet, Feste geplant und Urlaube gebucht. Ich würde Weihnachten alleine verbringen. Wie jedes Jahr. Seit jenem Fest...

„Habt ihr den Baum schon rein geholt?“, ertönte die Stimme meiner Mutter aus der Küche. Sie stand über etwas Fleischigem gebeugt, dass wohl mit einem Huhn in Verbindung gebracht werden konnte. Mein Bruder und ich rührten uns nicht. Wer sich als erstes bemerkbar machte, erweckte den Schein das Gesagte gehört zu haben und somit reagieren zu müssen. „HALLO?!“. Wir seufzten. Die Interpretation auf Ignoranz einfach mit einer Spur Lautstärke zu reagieren, ging uns allen gehörig auf die Nerven, hatte bisher aber immer funktioniert, weil wir es nicht wagten, die gleiche Aufforderung noch eine Oktave höher in doppelter Lautstärke zu hören. „Wo steht denn der Baum?“, fragte mein Bruder. „Na auf der Terrasse, wie jedes Jahr“, es war nicht einmal eine Antwort, mehr eine Tatsache.
Wir standen auf schlurften zur Terrasse und scannten den vereisten Boden dreimal ab. Schneebedeckte Fliesen, zugefrorener Rasen, kahle Bäume. Kahle Bäume, zugefrorener Rasen, Schneebedeckte Fliesen.
„Siehst du was ich sehe?“, fragte ich.
„Mhmm“, nickte er.


„Ey kanns du nich aufpassen?“, ich schreckte zusammen. Da war ich doch gerade in eine Gruppe junger Leute hineingerannt, gehörte ich doch selbst eigentlich noch zur jüngeren Generation. „Ey?“, fragte ich. „Nix ey, musse du gucke, bevor du hier in Schaufenster glotzt.“ Der Angerempelte wurde murrend von seinen Freunden weitergezogen. Schließlich war Weihnachten. Da diskutierte man nicht über Recht und Unrecht sondern verschenkte Nächstenliebe, oder so ähnlich.


„Wie da ist kein Baum? Wollt ihr mich verarschen?“, meine Mutter kam aus der Küche, in das Wohnzimmer und raus auf die Terrasse gerannt. „KAAAARRRRLLLHEINZ! SAG JETZT BLOSS NICHT DU HAST DEN VERDAMMTEN BAUM“-. 
„Papa ist noch nicht da. Der kauft noch Ge- äh ich meine der ist noch arbeiten“, korrigierte sich mein Bruder. „Gut dann haben wir jetzt genau zwei Möglichkeiten.“ Wir blickten uns mit einer Mischung aus Angst, Widerwillen und Verstörung an. Diesen durchdringenden Blick, der Ausdruck, der sagte: „Wir können alles schaffen, wenn wir es richtig anstellen“, meiner Mutter kannten wir beide. Und wir ahnten nichts Gutes.

„Hey, Sie da! Sie haben Ihren Geldbeutel verloren“, ein netter Mensch streckte mir meinen kleinen Stoffbeutel entgegen. „Oh...“, brachte ich hervor. „Es ist Weihnachtszeit. Da sind mit Sicherheit wieder jede Menge Taschendiebe in der Gegend“, lächelte er. „Ach wirklich...? Da habe ich noch gar nichts bemerkt“, entgegnete ich und merkte gleich, wie dumm meine Aussage eigentlich war. „Na, das müsste schon ein ziemlich dummer Dieb sein, der sich beim Klauen erwischen lässt“, lachte der Mensch und ging weiter.

„Ganz ehrlich mir gefällt die Idee nicht“, flüsterte mein Bruder. 
„Das hättest du sagen sollen, bevor sie uns den Plan erklärt hat“, zischte ich. „Ja wie denn? Sie hat geredet und uns die Kostüme förmlich übergezogen.“
Doch nun wurde die Tür aufgerissen.
„Fröhliche Weihnachten“, lächelten wir in unseren eben herbei improvisierten Weihnachtsmann Kostümen. Die Tür flog uns beinahe wieder entgegen, wenn mein Bruder nicht so geistesgegenwärtig gewesen und den stechenden Schmerz eines eingequetschten Fußes auf sich genommen und diesen zwischen die Tür geschoben hätte. „Was?“, fuhr uns ein älterer Rentner an. Wir sahen unsere Nachbarn so gut wie nie. Wozu auch? Sie waren berentet und verließen das Haus wenn überhaupt morgens, während wir den Vormittag in der Schule verbrachten. Wir waren uns beide einig, dass unser Plan wahrscheinlich nicht gerade zu einer freundschaftlich nachbarschaftlichen Beziehung beitragen würde. „Sie haben gewonnen!“, lächelte mein Bruder.
„Was zum Teufel...? HELGA DA SIND WIEDER IRGENDWELCHE KNILCHE...“, zwei Sekunden später tauchte Helga in er Tür auf. Sie schien ungefähr genauso alt wie der Rentner zu sein, war aber eindeutig weihnachtlicher gestimmt. „Aaaah! Das ist ja sehr schön, dass Sie es noch geschafft haben.“ Unser Lächeln gefror. Was dachte diese Frau...?



„Heey was machst du denn hier?“, ich schrak zusammen. Diese Stimme kannte ich. Sie kam mir verdächtig vertraut vor. „Dich hab ich das letzte Mal vor vier Jahren gesehen. Wir waren in einer Klasse. Nach den Weihnachtsferien bist du einfach nicht mehr aufgetaucht“, sagte es und fiel mir um den Hals. „Ehehe...“, lächelte ich gequält. „Wie geht es dir? Was macht dein Bruder jetzt eigentlich? Ihr feiert Weihnachten doch sicher zusammen, oder? Ihr wart ja früher schon ein Herz und eine Seele“. „Wie immer“, antwortete ich knapp. Mir wurde bewusst welch dehnbaren Antwort das war. „Hast du damals diese komische Rentner Geschichte mitbekommen? Das war schon ziemlich gruselig...“.

Wir konnten nichts dagegen unternehmen. Während unsere Mutter im Garten des Ehepaares auf ihren Einsatz wartete, wurden wir an den Tisch unserer Nachbarn verfrachtet. Der Tisch war bereits gedeckt und mit einem Kerzenleuchter ausgeschmückt. „Ich hab’s dir doch gesagt, dass sie rechtzeitig kommen“, meinte Helga erfreut an ihren Ehegatten gewandt. Er murrte irgendetwas zustimmendes, schien uns aber nicht weiter zu beachten. „Hattet ihr eine gute Fahrt? Habt ihr Hunger?“.
„Nun ja eigentlich sind wir gekommen, um...“, wollte mein Bruder gerade ansetzen, als mein Blick am gesuchten Objekt hängen blieb und ich erfreut ausrief: „Uii Sie haben aber einen schönen Baum.“
Das Zielobjekt war auf dem Wohnzimmertisch platziert. Eigentlich hatten wir letztes Jahr ein größeres Exemplar gehabt. Dieses Stück wurde ich aber selbst nach Hause tragen können, wenn es sein musste. Also genau das Richtige für dieses Jahr.
Langsam stand ich auf und bewegte mich zu dem Weihnachtsbaum. „Ja der ist schön gell? Das war der letzte den wir im Baumarkt kriegen konnten“, lächelte Helga stolz.
„Dann wären Sie doch sicher so gnädig und würden uns einen Zweig für die Feiertage spenden?“, fragte ich. Aus den Augenwinkeln sah ich die angstgeweiteten Augen meines Bruders. Ich folgte seinem Blick und nahm den Herrn des Hauses wahr, der mit einem Fleischermesser auf uns zukam.

„Das hätte ich wirklich nicht gedacht. Gerade an Weihnachten. Die beiden sind nochmal mit dem Schrecken davon gekommen. Wusstest du das sie ihr Haus verkauft haben?“. Nun lächelte ich nicht mehr sondern blickte finster drein. Und ob ich das wusste. Schließlich hatte ich am Täter-Opfer Ausgleich teilgenommen.

„Ich schneid euch“- doch weiter kam der Typ nicht, weil mein Bruder gerade dabei war, ihm das Messer aus der Hand zu schlagen. Dumm nur, dass er die Magengrube unseres spontanen Gastgebers traf und dieser unfreiwilligerweise beschloss das Messer zu schleudern. Und zwar in Richtung seiner wehrten Gattin. Ich warf mich dazwischen, fing das spitze Ding mit einer Hand und zog mir dabei eine kleine Schnittwunde zu. Helga hatte schützend beide Arme über den Kopf gelegt und war in Deckung gegangen. „Undankbares Pack!“, fluchte der Rentner, dessen Namen wir immer noch nicht kannten. Mit einem Knall und einer Flut aus Scherben zerbarst die die Wohnzimmertüre und meine Mutter stand im Raum. „SCHNAPPT EUCH DEN BAUM!“, brüllte sie uns zu. Das musste man uns nicht zweimal sagen. Ich dachte immer, unsere Familie wäre verrückt. Aber das man gleich mit einem Fleischermesser auf uns losgehen würde... Mein Bruder und ich mähten das Ding in einem Sprung um. Wir hörten Helga schreien, hatten uns aber schnell wieder gefangen. Den Baum umklammerten wir mit festen Händen. Er diente uns als eine Art Schwert. In magischen Büchern würde man vielleicht auch von Zauberstab sprechen.

Während meine Mutter einen Seitenblick in Richtung Abendessen warf, hatte sich Messer-Rentner kurzerhand den Kerzenleuchter geschnappt. Die Kerzen wackelten bedrohlich. „Na, wartet! Ihr werdet dieses Haus ohne Baum verlassen, dafür werde ich“- er sprang uns in den Weg doch mein Bruder und ich marschierten kontinuierlich weiter. Immer weiter und weiter und weiter... ohne zu bedenken, dass trockene Nadeln, oder noch besser Gummi Nadeln sehr empfindlich auf ... „FEEEEUUUUERRR DER BAUM BRENNT“, brüllte meine Mutter. „Haaans dem Baum fallen die Haare aus“, presste Helga hervor. Wir hatten nur noch eine Wahl. Der Baum musste weg. Wir blickten uns an und begannen zu zählen: „Eins... zwei... drei...“, das brennende Exemplar wurde in das zerstörte Wohnzimmer geworfen und wir suchten das Weite, ohne darauf zu achten, ob oder wen wir verwundet hatten.


„Naja das Wohnzimmer war total niedergebrannt. Es ist beinahe ein Wunder, dass keiner der beiden verletzt wurde. Habt ihr wirklich nichts davon mitbekommen? Ich meine, ihr habt nur zwei Häuser weiter gewohnt“, ich schüttelte den Kopf in der Hoffnung sie würde endlich von mir ablassen und sich um zu erledigende Einkäufe kümmern. „Naja ist ja auch egal. Ich muss dann mal wieder“, lächelte es und ging davon. Ich marschierte weiter. Zielstrebig in Richtung des Marktplatzes. Der Weihnachtsbaum war heute Morgen angestellt worden. Doch die Lichter leuchteten erst am Abend.

Natürlich hatten Hans und Helga keine Mühe uns wieder zu erkennen. Beide waren doch noch nicht alt und vergesslich. Zudem war Hans überhaupt kein Rentner, sondern hatte bis dato als Postbote gearbeitet. Helga hatte erst vor ein paar Tagen das Buchungsformular für die Sternsinger eingereicht. Dort war in einem Nebensatz auch etwas von singenden Weihnachtsmännern erwähnt worden. Allerdings hatte sie das Formular nicht bis zum Ende gelesen. Dort wurde nämlich ein Gewinnspiel angekündigt. Derjenige, der die Fehlinformation des Buchungsformulars erkannte, sollte mit einem neuen wunderschönen Baum nach Wahl beschenkt werden. Nur zu dumm, dass Helga mit zwei musikalischen Darbietungen gerechnet hatte. Hans beteuerte, dass er uns mit dem angeblichen Fleischermesser, dass sich bei genauerem Hinschauen als großes Kuchenmesser herausstellte, nur ein paar Äste des Baumes abtrennen wollte, damit er und seine Frau endlich besinnlich das Fest genießen konnten. Von irgendwelchen singenden Kindern, oder gar Jugendlichen hatte er nie viel gehalten.

Es hatten sich schon einige Schaulustige auf dem Marktplatz versammelt. Wären die unangenehmen Zwischenfälle nicht gewesen, hätte auch ich mir einen Platz an der vordersten Front sichern können. So suchte ich Schutz in einer dunklen Ecke etwas entfernt vom Geschehen.
„Drei... zwei... eins... LOOS“, brüllte die Menge. Die Lichter erstrahlten und der Stern auf der Spitze des Baumes begann sich, wie jedes Jahr, zu drehen.

*********

Ihr seid gefragt 

Wie hat euch die Kurzgeschichte gefallen?
Was war euer peinlichstes Weihnachtserlebnis?

Montag, 1. Dezember 2014

Harry Potter und der Stein der Weisen

Bild von amazon
Steckbrief

Name: Harry Potter und der Stein der Weisen (auch als Buch und Film erhältlich)
Autor: J. K. Rowling
Verlag: der Hörverlag
Geeignet für: ab 7 Jahren, oder für Menschen, die gerne fantastische Geschichten lesen,
Gelesen oder gehört: gehört
Sprecher: Rufus Beck
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Klappentext 


(Klappentext von "Harry Potter und der Stein der Weisen" von J.K. Rowling, erschienen im Hörverlag)


"Sehr geehrter Mr. Potter,
wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie an der Hogwarts-Schule für Hexerei und zauberei aufgenommen sind. Beigelegt finden Sie eine Liste aller benötigten Bücher und Ausrüstungsgegenstände. Das Schuljahr beginnt am 1. September Wir erwarten Ihre Eule spätestens am 31. Juli.

mit freundlichen Grüßen
Minerva McGonagall
Stellvertretende Schulleiterin "


Meine Meinung 

Da meine Schulzeit jetzt beendet ist, wollte ich noch einmal in die Welt von Harry Potter eintauchen. Daher beschloss ich kurzerhand eine Leserunde zum ersten Band zu organisieren.

Schon als ich die ersten Sätze der Geschichte hörte, wurde ich wieder in die Magie rund um Harry Potter hineingezogen. Harry ist ein Waisenjunge, der bei Tante und Onkel aufwächst. Für sie ist er aber nur das fünfte Rad am Wagen. Im Gegensatz zu ihrem eigenen Sohn Dudley wird Harry weder Liebe noch Zuneigung geschenkt. Er hat sich schon beinahe mit der Situation abgefunden, als eines Tages ein Brief für ihn im Briefkasten landet. Das Komische ist: Harry hat sonst keine Verwandten. Wer also, würde ihm schon schreiben?

Der Schreibstil von J.K. Rowling ist wunderbar mit sprachlichen Bildern ausgefüllt. Erst beim zweiten Mal lesen ist mir aufgefallen, dass die Sätze oft mehrere Nebensätze mit sich bringen. Allerdings schafft Rowling es, die Geschichte so gut zu verkaufen, dass der Schreibstil zur Magie der Geschichte beiträgt und den Leser nicht am Verständnis der Geschichte hindert.

An dieser Stelle muss auch der Sprecher des Buches, Rufus Beck, gelobt werden. Unter Hörbuch-Profis gehört er zu den besten Sprechern. Er schafft es den Charakteren genau die richtige STimme zu verleihen. Auch Szenen, wie beispielsweise ein Qudditch Spiel, werden lebendig von Beck beschrieben.

Diejenigen unter euch, die nicht mit Harry Potter groß geworden sind, wissen wahrscheinlich nicht, dass es weitere Folgebände gibt. Inhaltlich wird hier auf Harrys Entdecken der Zaubererwelt eingegangen. Das Tolle ist: Der Leser erfährt nur so viel, wie er muss. Dennoch bekommt er sehr viele Details geliefert. Angefangen bei magischen Gegenständen, wie einem "Erinnermich" das rot aufleuchtet, wenn man etwas vergisst, bis hin zu der Hogwartsschule für Hexerei und zauberei. Die Schule, die in vier verschiedene Häuser unterteilt ist, scheint ziemlich detalliert ausgearbeitet.
Bisher habe ich immer in ein oder zwei Trilogien hineingelesen. Dort wurde man im ersten Band über den Grundkonflikt aufgeklärt. Bis die Geschichte richtig in Fahrt kam, war das Buch vorbei und der Leser wurde neugierig auf den nächsten Band gemacht. DAs ist bei Harry Potter nicht der Fall. Hier wird eine ganze Geschichte erzählt, was mir besonders gut gefällt.

Echte Harry Potter Fans würden mich für die folgende Aussage wahrscheinlich mit bösen Blicken bestrafen, ich bin aber dennoch der Meinung, dass die Geschichte hier vollständig erzählt wird und nur am Rande auf einen zweiten Band hingedeutet wird. Weichen für weitere Teile werden hier zwar gestellt, sind aber nicht der Haupthandlungsstrang der Geschichte.

Kommen wir nun zu den Charakteren. Rowling versteht sich wunderbar die Charaktere nicht nur durch ihre Aussagen, sondern auch durch ihr Tun in die Geschichte einzuführen. Gerade durch das Beschreiben wird sehr viel über den ein oder anderen Charakter ausgesagt. Obwohl man meinen könnte, dass Harry Potter eine Kindergeschichte ist, sind die Charaktere sehr schön ausgearbeitet. Während ienem in anderen Bänden oberflächliche Wesen begegnen, hat man hier mit Personen zu tun, die sehr schnell Gestalt annehmen. Selbst Neville, der am Rande immer wieder als tollpatschiger Klassenkamerad auftaucht, bekommt in diesem Band die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln.

Ihr seht, wieder einmal hat mich ein Buch begeistert. Demnächst werde ich wahrscheinlic mit dem Folgeband "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" beginnen.
Wenn ihr jüngere Geschwister habt, die auf Fantasybücher abfahren, tut mir einen Gefallen, verschont sie mit Twilight und quält sie mit Harry Potter :-).


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht