Sonntag, 30. November 2014

1. Advent 2014



Heute ist also der ersten Advent und ich habe mir eine kleine weihnachtliche Überraschung für euch überlegt.
Während ich die letzten Jahre an Blog Adventskalendern mitgewirkt habe, ist der Kelch dieses Jahr spurlos an mir vorüber gezogen und ich dachte, dass ich mich mal spontanerweise eine Nummer kleiner orientiere.

Die Idee 

Jeden Adventssonntag gibt es hier einen kleinen weihnachtlichen Post um uns die Adventszeit etwas zu versüßen.
Aber VORSICHT: Es gibt auch etwas zu gewinnen...

Gewinnspiel 

Ich verlose ein weihnachtliches Überraschungspaket.
Was ihr dafür tun müsst: Am Ende der Adventsposts werde ich euch eine Frage stellen. Ihr müsst eine der drei Fragen beantworten.
Diese Antwort schickt ihr dann an: EmmaZecka@gmx.de
Einsendeschluss ist der: 23.12.
Der Gewinner wird von mir per Mail benachrichtigt.

Mein schönstes Weihnachtserlebnis 

Früher als die Kinder noch davon ausgingen, dass der Weihnachtsmann die Geschenke höchstpersönlich vorbei bringt, war das Leben noch vollkommen in Ordnung. Das Schlimmste was einem Kind dort passieren konnte, war dass der Weihnachtsmann das falsche Päckchen in den Schornstein geworfen hatte... Aber gut kommen wir zur eigentlichen Geschichte:

Eines schönen Weihnachtens, leider weiß ich nicht mehr, in welchem Jahr sich dieses Ereignis zutrug, das tut aber nichts zur Sache, saß unsere Familie inklusive angereister Verwandtschaft beim weihnachtlichen Abendessen. Wir Kinder hielten das Warten kaum noch aus: Wann würde der Weihnachtsmann endlich kommen? Mussten die Erwachsenen denn so langsam essen? Und warum um alles in der Welt waren sie so entspannt?!

Während wir versuchten die Zeit mit Däumchen drehen tot zu schlagen ereignete sich das Unfassbare. Wie aus dem Nichts aufgetaucht hörten wir einen ohrenbetäubenden Lärm. Uns war sofort klar: Der Weihnachtsmann, Schornstein, Keller, GESCHENKE! Natürlich hatte er keine Zeit die gewünschten Gaben VORSICHTIG im Keller zu platzieren. Es gab immerhin Millionen von Kindern, die von ihm besucht werden wollten.

Während die Erwachsenen im Haus langsam aufstanden und sich in Richtung des Kellers bewegten, waren wir Kinder schon längst bei der Tür angelangt und mit einem Bein am Ort des Geschehens.
Dort eröffnete sich das Paradies. Der Kellerraum war mit Geschenken bedeckt. Wir waren viel zu aufgeregt um uns die Frage zu stellen, wie das alles durch den Kamin gepasst hatte. Unser Blick huschte durch den Raum. Verdammt! Zu spät! Der Weihnachtsmann war schon längst wieder über alle Berge. Doch da stellte mein Bruder fest: "ER HAT SEINEN SCHUH VERGESSEN!".

Nachdem erste Zweifel über das Existieren des Weihnachtsmannes gestreut wurden, war mir nach diesem Weihnachtsfest klar: Den Mann gibt's wirklich! Jeder, der etwas anderes behauptet, hat keine Ahnung!

Ihr seid gefragt

Das war mein schönstes Weihnachtserlebnis in der Kindheit:
Welches Ereignis hat euch geprägt?
Ich bin gespannt auf eure Geschichten!

Kommentare:

  1. Davon mal abgesehen, dass der Weihnachtsmann eine Erfindung von Coca Cola ist ... aber heutzutage lebt und existiert er. Ich meine, warum sieht man ihn sonst ständig irgendwo auf Plakaten, im Fernsehen oder in Einkaufszentren? :P

    Mein schönstes Weihnachtserlebnis war, das ich jedes Jahr am 26. nach Berlin fuhr, zu meiner Ur-Großoma. Es war immer ein Highlight, weil ich diese Frau so selten sah, aber sie hat, bis heute, spürbar ihre Spuren hinterlassen.
    Es war immer schön, wenn wir vormittags zu ihr fuhren, egal ob Wohnung oder Seniorenheim. In den jüngsten Jahren meiner Kindheit, fuhren wir von ihrer Wohnung aus zu den vielen Weihnachtsmärkten in Berlin. Je älter ich wurde, desto kränklicher wurde sie. Dann besuchten wir sie im Seniorenheim, gingen dort durch den Waldpark, fütterten die Rehe in dem Gehege und verbrachten ein paar besinnliche Stunden mit ihr.

    Im Frühjahr 2004 ging sie von uns. Seitdem waren Besuche in Berlin eher seltener geworden.

    Meine Eltern verkrachten sich immer mehr. Das schlimmste Weihnachten, war das erste Jahr, als meine Eltern sich getrennt hatten, aber noch im gleichen Haus wohnten. Es war 2006.

    Meine Schwester und ich gingen in seine Wohnung und als meine Schwester gerade nicht da war, sagte er wenige Worte zu mir. Harmlose Worte, die so kraftvoll waren, und mir auf Ewigkeiten Weihnachten kaputt gemacht haben.

    "Du warst nie meine Lieblingstochter."

    Ich weiß, du wolltest eine schönste Erinnerung. Aber zu schönen Erinnerungen gehören auch die, die einen am meiste geprägt haben. Und so schön Weihnachten einst für mich war, so schmerzhaft ist es heutzutage für mich.

    Ich wünsche dir und deiner Familie eine besinnliche Vorweihnachtszeit :)

    LG, Heffa

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey,
      gerade eben war ich noch auf deinem Blog und schwuppst schaust du bei mir vorbei. Deine schönste Erinnerung konnte ich mir bildhaft vorstellen. (Das inspiriert und spornt mich jetzt zum schreiben an :-) ).

      Was deine schlimmste Erinnerung betrifft: Das erklärt vollkommen, warum du die Nase voll vom Weihnachtsfest hast. Manche Eltern kann man echt in die Tonne kloppen! Da kann ich mir echt vorstellen, dass die Zeit nicht einfach für euch war.

      viele Grüße
      PS: Ich muss dir gleich noch eine Nachricht schreiben, weil ich am Samstag an dich gedacht habe...
      Emma
      PPS: Ja... du bist im Lostopf...

      Löschen