Montag, 13. Oktober 2014

Sonntags Tod

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Steckbrief

Name: Sonntags Tod 
Autor: Carla Berling
Verlag: Selbstverlegerin, erhältlich bei amazon als Print- und eBook Version 
Geeignet für:
 Menschen, die gerne Krimis lesen
Gelesen oder gehört: gelesen
Bewertung: 2 von 5 Punkten


Klappentext 


(Klappentext von: "Sonntags Tod" von Carla Berling)


"In der kleinen Stadt scheint die Welt in Ordnung zu sein - bis der Hotelier Richard seine Frau Verena und sich selbst tötet. Ira Wittekind kehrt zur Beerdigung der Freundin an den Ort ihrer Kindheit zurück. Die Reporterin wird wenig später Zeugin, als eine halb verweste Leiche in einer verwahrlosten Wohnung gefunden wird. Und dann entdeckt sie den tragischen Zusammenhang zwischen dem Tod von Verena und Richard, dem Toten im Dreck und einem schrecklichen Unglück in der Vergangenheit." .


Meine Meinung 

Ende 2013 erreichte mich eine Email von der Autorin Carla Berling. Sie wollte mir ihren Roman "Sonntags Tod" als Rezensionsexemplar zur Verfügung stellen. Von dem ersten Kontakt war ich positiv überrascht. Bei vielen Rezensionsanfragen hatte ich bisher das Gefühl, dass sich die Autoren wenig mit meinem Blog beschäftigt haben, sondern froh waren, überhaupt einen Bücherblogger gefunden zu haben. (So befand sich schon die ein oder andere Fantasy- oder Dystopienanfrage in meinem Posteingang).
Bei Frau Berling hatte ich den Eindruck, dass sie sich auch mit den Inhalten meines Blogs auseinandergesetzt und somit herausgefunden hat, dass ich gerne Krimis lese :-).
Kurzum: Schnell befand sich der Roman in meinem Posteingang und ich konnte mit dem Lesen beginnen.

An dieser Stelle möchte ich noch darauf hinweisen, dass dies meine erste eBook Rezension ist. Da ich keinen eReader besitze und ungern längere Texte am PC lese, habe ich mir den Roman mithilfe meiner Sprachausgabe vorlesen lassen, was auch nochmal ein Erlebnis für sich war. Oben verlinke ich allerdings auf die Taschenbuchausgabe.

Nun zum Roman: Die beiden Handlungsstränge der Geschichte, zum einen der tragische Tod von Verena und Richard, dann der mysteriöse Tote, haben mir sehr gut gefallen. Schön fand ich, dass die Stränge gut miteinander verbunden waren. Sie gingen wunderbar ineinander über. Hier wurde das Gefühl, auf dem Dorf gelandet zu sein, wo jeder jeden kennt, bestätigt. Die "Vernetzungen" der verschiedenen Charaktere schienen aber keinesfalls unrealistisch.

Den Inhalt fand ich sehr realistisch, weil er sich mit den typischen Problematiken von Familien, die auf dem Land leben, beschäftigt. Hier gibt es bestimmte Werte und Normen, an die man sich zu halten hat. Es wird wenig diskutiert, sondern viel "angepackt", oder "ausgesessen". Frau Berling beschreibt, dass es auch in einem gut funktionierenden Familien"imperium" keine heile Welt gibt.

Allerdings hatte ich Mühe, mich in die Charaktere hineinzuversetzen. Stellenweise waren sie zwar richtig gut dargestellt, wie beispielsweise zwei alte Tanten, die auf Hof "Eskendor" leben, oder Iras Hundedame Tante Erna. Andererseits wurde mir zu viel geredet. Ira hat es sich zur Aufgabe gemacht, zwei Todesfälle aufzudecken. Daher führt sie viele Gespräche mit den Dorfbewohnern, oder Familienangehörigen. Hier hatte ich das Gefühl, dass manchmal ganze Biografien erzählt wurden. So tat mir der ein oder andere Charakter zwar leid, aber nicht, weil ich mich "innerlich" mit ihm verbunden gefühlt, sondern einfach, weil ich mehr und mehr Informationen über ihn bekommen hatte. Aus diesem Grund fehlte es für mich auch etwas an Spannung.

Ich kann aber sagen, dass das Thema des Romanes definitiv getroffen ist und ich trotzdem das Gefühl hatte, alte Bekannte zu treffen. Außerdem hat mir die rheinländische Natur, die gerade in den Dialogen sehr gut zur Geltung kommt, gut gefallen. Weiterempfehlen kann ich den Roman trotzdem, weil es ein subtiler Krimi ist und die Tatsachen erst nach und nach ans Licht kommen. Ich finde, dass die Geschichte auch gut in ein Fernsehvorabendprogramm passen würde. 


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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht

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