Mittwoch, 17. September 2014

Wer sich in Gefahr begibt

Bild von
 
softwarestar
Steckbrief

Name: Wer sich in Gefahr begibt (auch als Buch erhältlich)
Autor: Ann Granger
Verlag: Lübbe Audio
Geeignet für: Menschen, die auf gute englische Krimis stehen
Gelesen oder gehört: gehört
Sprecher: Katharina Thalbach
Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Klappentext

(Klappentext von Buchhandlung Rombach


"London, 1864: Die junge Lizzie tritt die Stelle der Gesellschafterin einer reichen Witwe an, die zugleich Elendsquartiere in einem der ärmsten Viertel der Stadt vermietet. Lizzie findet heraus, dass ihre Vorgängerin von einem Tag auf den

anderen verschwunden ist. Angeblich sei sie mit einem Mann durchgebrannt. Doch als der Leichnam des Mädchens gefunden wird, beginnt Lizzie zu zweifeln. Sie erneuert ihre Bekanntschaft mit einem Freund aus Kindertagen: Benjamin, inzwischen

Inspector bei der Polizei. Mit seiner Hilfe stellt sie Nachforschungen an und riskiert schon bald ihr Leben auf der Suche nach der Wahrheit über den Tod eines Mädchens, dessen Schicksal mit ihrem eigenen eng verbunden zu sein scheint - viel enger, als ihr lieb ist!" )


Meine Meinung

Gleich zu Beginn der Geschichte ist mir Ann Grangers wunderschöner Schreibstil aufgefallen. Sie hat eine sehr bildhafte Sprache und benutzt viel indirekte Rede, was wunderbar in diese Geschichte passt. Während man in anderen Romanen, die in der heutigen Zeit spielen, oft direkt und schnell zur Sache kommt, schmückt Ann Granger die Dialoge hier wunderbar aus.

Nicht nur anhand den Beschreibungen, wie beispielsweise, dass in London Eisenbahnschienen gebaut werden, oder es den Beruf der Gesellschafterin gibt, sondern auch anhand des Schreibstils lässt sich ableiten, dass die Geschichte im 20. Jahrhundert spielen muss.


Die Geschichte rund um Lizzie Martin, die mittellos in ihr neues Heim kommt, ist einfach aber gut erzählt. Die Handlungsstränge waren teils einfach, aber auch gut miteinander verstrickt. Der ein oder andere Strang war mir zu offensichtlich, andererseits war mir bis kuzr vor Ende des Romanes nicht klar, wer der Mörder ist. Hier hat Granger die Fäden wunderbar miteinander verbunden und die Fährten für potentielle Verdächtige gut gelegt.


Ein weiterer Höhepunkt der Geschichte war die Lesung von Katharina Thalbach. Sie hat es geschafft die Geschichte spannend zu verpacken und Charakteren Gesichter zu vergeben. Gerade den Höhepunkt der Geschichte, als unsere Protagonistin gefangen im Londoner Nebel ist, hat sie sehr schön dargestellt. Ich konnte mir die Szenerie bildhaft vorstellen.


Was meinen Gesamteindruck betrifft fand ich den ersten Band von Ann Grangers Krimireihe zwar nett, jedoch hat es keinen großen bleibenden Eindruck auf mich hinterlassen. Die Geschichte war zwar interessant aufgebaut, jedoch fehlten mir mehrere Handlungsbögen. Die Handlung lag hier auf der Hand und arbeitete sich durch die klassischen Mitteln Einleitung, Hauptteil und Schluss. Von einem wirklich guten Krimi / Thriller erhoffe ich mir, dass die Stränge fließend ineinander übergehen und mich die Geschichte wirklich fesselt. Hier hingegen hatte ich eher das "Sonntag Abend Krimi Gefühl" was aber nicht unbedingt schlecht sein muss. Schließlich gibt es ja auch gute Tatort Filme.

Wer also einen Krimi für zwischendurch sucht und offen für eine neue Krimireihe ist, sollte sich den Roman "Wer sich in Gefahr begibt" einmal genauer ansehen / hören.

--------------------------------------------------------------------

~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht

1 Kommentar:

  1. Hey :)

    Nein, ich kann es ganz klar nicht weiterempfehlen - es sei denn, es würde sich bei den Interessenten um Teenager handeln, die sich einzig und allein durch ihr Aussehen definieren.
    Bei mir liegt das daran, dass ich da eben Ferien habe und mir somit um einiges mehr Zeit zum Lesen bleibt. Während meiner Schulzeit war die Differenz zwischen Juli/August und dem Rest des Jahres noch nicht soo groß, aber mit meinem Blog hab ich ja leider erst am Ende der Zwölften begonnen ;) Jetzt mit dem Studium wird es schon sehr deutlich, dass ich während der Semester viel weniger Zeit zum Lesen von Contemporary-Büchern habe. Da arbeite ich dann lieber unsere wirklich sehr lange Leseliste ab ^^
    Ja, du hast völlig Recht, das Erstellen der Monatsrückblicks-Posts kostet mich immer mehr Zeit als normale Rezensionen :D Ich kann nicht mal genau sagen, wie ich das mit dem Nebeneinander-Anordnen der Buchcover nun eigentlich wieder geschafft habe. Das ist einfach ein andauerndes Herumprobieren, größer/kleiner-Machen der Bilder... und irgendwann funktioniert es dann zum Glück x)

    AntwortenLöschen