Sonntag, 24. August 2014

Der Fliegenfänger

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Steckbrief

Name: Der Fliegenfänger (auch als Buch erhältlich)
Autor: Willy Russel
Verlag: Heyne Verlag
Geeignet für: Menschen, die gerne Jugendbücher lesen
Gelesen oder gehört: gehört
Sprecher: Rufus Beck
Bewertung: 5 von 5 Punkten


Beschreibung 

(von Weltbild)

"Der Tag, an dem der elfjährige Raymond Marks in einer Schulpause per Zufall das "Fliegenfangen" erfindet, ändert alles. Das harmlose Spiel führt für Raymond zu einem tragikomischen Leben als Außenseiter und Sonderling, bis er schließlich seine ganz persönliche Unabhängigkeitserklärung entwickelt."


Meine Meinung 

"Der Fliegenfänger" gehört zu den vielen Hörbüchern, die noch ungehört bei mir herumstanden. Der Titel sprach mich auf Anhieb an und machte mich neugierig, was es mit dem Fliegenfangen auf sich hatte. Als ich dann mitbekam, dass das Hörbuch von Rufus Beck gelesen wurde, freute ich mich auf die Geschichte.

Was als ein harmloses Spiel unter heranwachsenden Jungen begann, wird für Raymond zum Albtraum. Anfangs waren sie noch alle begeistert vom Fliegenfangen. Doch als es Ärger gibt, wird ein Schuldiger gesucht und gefunden: Raymond Marks! Er bekommt nun zu spüren, wie es ist, aus der Norm herauszufallen und den Erwartungen der Gesellschaft nicht gerecht zu werden.

Protagonist Raymond ist der "Ich-Erzähler" dieser Geschichte. Er schreibt an sein großes Idol den Sänger und Songwriter Morrissey, den es übrigens wirklich gibt. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit hat mir sehr gut gefallen. So wurde deutlich, wie gut die Stränge miteinander verknüpft sind.

Rufus Beck schafft es wunderbar einem das Schicksal von Raymond Marks näher zu bringen. Er kann sich sehr gut in den Hauptcharakter hineinversetzen. Während er beispielsweise bei der "Harry Potter"- Reihe auf verschiedene Imitationen oder andere Dialekte setzt, lässt er den Leser beim "Fliegenfänger" an Raymonds Emotionen teilhaben. Verschiedene Gefühlsregungen wie Freude, Verzweiflung oder grenzenlose Wut, werden glaubhaft transportiert. An vielen Stellen nahm Beck einen scheinbaren Flüsterton an, was zwar gut zur Geschichte passte, mir das Verstehen oft erschwerte.

Der Schreibstil der Geschichte hat mir ebenfalls gut gefallen. Besonders die Elemente mit der Briefform, die Perspektive des Ich-Erzählers haben für einen lebendigen Schreibstil gesorgt. Ich konnte mich so wunderbar in Raymond hineinversetzen, habe mit ihm gelitten, mich mit ihm gefreut, oder mit ihm getrauert.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich eigentlich mit einer völlig anderen Geschichte gerechnet hatte. Allerdings hat mir der Roman rund um Raymond, der auf der Suche nach sich selbst ist, sehr gut gefallen. Auch wenn sich über das Ende streiten lässt.
Wer eine lebendige Geschichte sucht, sollte sich "Den Fliegenfänger" unbedingt zulegen!

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