Sonntag, 23. April 2017

Lesen am Welttag des Buches - Lesemarathon

Foto A. Mack
Hallo ihr Buchlinge da draußen,
obwohl es bei mir heute recht schönes Wetter ist, treffe ich mich nun mit euch zum gemeinsamen Tages #Lesemarathon. Wer die Ankündigung zur Aktion verpasst hat, findet diese, sowie die Teilnehmerliste HIER.
Stündlich wird es ein Update, sowie neue Fragen oder Aufgaben geben.
Ihr dürft sehr gerne bei der Facebook Veranstaltung vorbeischauen oder unter dem Hashtag #Lesemarathon auf Twitter aktiv werden. Das Bild könnt ihr ebenfalls unter Quellangabe für euren Post verwenden.
Soweit so gut. Dann schwingen wir uns mal auf in die Social Media Kanäle oder unsere Geschichten...

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Update 1: 14:30 - 15:30 Uhr 

Gerade eben habe ich last minute mäßig noch die Teilnehmerliste auf den neusten Stand gebracht und erfreut festgestellt, dass 12 Leute an der Facebook Veranstaltung teilnehmen. Das werden unterhaltsame Stunden. Hoffe ich :-). Aber kommen wir zur ersten Frage...

Es wäre ja langweilig, nur nach eurer aktuellen Lektüre zu fragen. Erzählt uns doch auch etwas über euren Protagonisten. Was wisst ihr über ihn / sie? Findet ihr die Eigenschaften sympathisch? 

Ich höre gerade Meine geniale Freundin von Elena Ferrante. Ich-Erzählerin Elena berichtet von ihrer Freundschaft zu Lila, die schon seit Kindheitstagen andauert. Hierbei handelt es sich um eine Trilogie, wobe ies im Band 1 eben um die Erlebnisse in der KIndheit bzw. Jugend geht. Der Fokus der Geschichte liegt auf Lila bzw. Elenas Beziehung zu Lila. Daher werde ich etwas über Lilas Eigenschaften erzählen: Sie ist ziemlich stur, aber auch ehrgeizig. Zudem hat sie einiges an Selbstbewusstsein und ist keinesfalls schüchtern. Allerdings hat sie auch egoistische Züge. So meint man hin und wieder, dass sie Elena unterstützt und fördert. Dann kommt aber heraus, dass Lila das hauptsächlich aus Neugier wegen des Themas gemacht hat und nicht, weil es ihr wichtig war, Elena zu unterstützen. Dennoch bin ich mittlerweile so weit, dass ich Lila keinen ausschließlichen Egoismus unterstelle, was die Geschichte wiederum spannend macht.
Himmel, ich kann nicht mal kurz und knapp auf meine eigenen Fragen antworten. Asche auf mein Haupt!


Update 2: 15:30 - 16:30 Uhr 

Fast eine halbe Stunde später bin ich dann auch mal beim Lesemarathon eingestiegen. Zuerst war ich damit beschäftigt mir einen Social Media Überblick zu verschaffen. Dann hab ich noch einen Post von Michelle von Licentia Poetica entdeckt, den ich unbedingt noch lesen und kommentieren wollte. Dann durfte ich endlich in Meine geniale Freundin einsteigen und wurde gleich mit einer tollen Szene begrüßt.
Kommen wir zur nächsten Frage:

Heute ist Welttag des Buches: Was bedeutet dieser Tag für dich? Wie entstand deine Liebe zum Buch? 

Den Welttag des Buches habe ich erst wirklich in den letzten zwei Jahren wahrgenommen. Davor wusste ich noch nicht mal, dass es einen buchigen Feiertag gibt. Ich finde es zwar toll, dass es einen literarischen Feiertag gibt, merke aber, dass ich die Liebe dahinter noch nicht ganz begreife, obwohl meine Liebe zur Literatur schon groß ist.

Die Liebe zum Buch habe ich schon früh entdeckt. Meinem Bruder und mir wurden früh Gute-Nacht Geschichten vorgelesen. Als ich dann selbst lesen konnte, gab ich mich nicht nur mit den dünnen Büchern zufrieden, sondern schnappte mir dicke Schinken wie Tintenherz von Cornelia Funke oder der Harry Potter Reihe von J.K. Rowling. Obwohl ich inzwischen nicht ausschließlich Fantasy lese, finde ich es toll, in fremde Welten eintauchen zu können. Ich erlebe die Geschichten fremder Protagonisten und kann meinen Alltag eine Zeit lang ausblenden. Außerdem finde ich mich in vielen Geschichten wieder, erkenne die Eigenschaften der Charaktere und finde diese auch in meinem Leben.
Ich finde es spannend, beobachten zu können, wie Geschichten verstrickt, Charaktere entwickelt un Welten geschaffen werden.


Update 3: 16:30 - 17:30 Uhr 

Nach einer kurzen Pause in der ich mir eine Kanne Tee und Schokolade beschafft habe, bin ich wieder in die buchige Welt abgetaucht. Meine geniale Freundin steuert langsam auf den Höhepunkt zu. Ich hoffe ja, dass ich das Hörbuch heute noch durchbekomme.
Bei Facebook in der Veranstaltung ist einiges los. Mittlerweile sind wir 18 Teilnehmer und ich hätte absolut nicht damit gerechnet, dass sich an einem Sonntag so viele Lesebegeisterte einfinden werden.
Kommen wir nur zur dritten Frage:

Du bist ein Teil der Bücher Community: Wie erlebst du die buchige Gemeinschaft? Erlebst du einen Unterschied zwischen Bloggern und Booktubern? Was wünschst du dir von der Community? 

Ich stelle fest, dass beide Gruppen sehr kreativ sind und sich Booktube und das Bloggen oft miteinander verknüpfen lässt. Was ich mir von der Community wünsche? Das jeder seinen Platz findet und niemand ausgeschlossen wird.

Ich hätte nicht gedacht, dass meine Antwort so kurz ausfällt. Dennoch wollte ich mir jetzt keine andere Frage überlegen.


Update 4: 17:30 Uhr - 18:30 Uhr 

Ich hätte absolut nicht gedacht, dass die Zeit so schnell vergeht. Am Anfang hab ich mich noch etwas von den Social Media Kanälen ablenken lassen und meinem Hörbuch nur halbe Aufmerksamkeit geschenkt. Mittlerweile habe ich eine gute Mischung - ja, ich kann auch multi tasking :-) - und stelle fest, dass ich den Roman wahrscheinlich heute wirklich noch beenden kann.
Nun wird es Zeit für die letzte Frage:

Es sind fast vier Monate des aktuellen Jahres vergangen. Hast du dir ein bestimmtes Leseziel gesetzt? Gibt es Bücher, die du 2017 unbedingt lesen möchtest? 

Seit zwei Jahren führe ich eine kleine Statistik, wie viele Bücher ich pro Jahr lese bzw. höre. Mittlerweile hat sich bei mir ein kleiner SuB angehäuft. Mein Ziel ist es, den SuB wieder etwas zu reduzieren. Vor allem der Bücherstapel macht mir etwas zu schaffen. Bestimmte Buchziele habe ich nicht.


Aftershow Party 

Der offizielle Teil ist vorbei. Ein lustiges Grüppchen hat sich aber in der Facebook Veranstaltung getroffen und hängt noch etwas Lesezeit - oder sollte ich besser sagen Plauderzeit -  dran. Mal schauen, wie lange wir noch aktiv sind.

19:07 Uhr - Meine geniale Freundin ist beendet
Ich habe den ersten Teil von Elena Ferrantes Reihe beendet und bleibe jetzt irgendwie geflasht zurück, weil die Geschichte etwas abrupt aufhört. Allerdings macht sie mich wahnsinnig neugierig auf die weiteren Teile und bietet vor allem sehr viel Potential. Jetzt muss ich den Roman erstmal verdauen, werde mich aber schon bald an die Rezension setzen.

Ich finde es außerdem wirklich faszinierend, wie schnell der Tag vergangen ist. Obwohl ich gestern recht spät ins Bett gegangen bin und heute schon wieder gegen kurz nach 9 Uhr wach war, flogen die Stunden regelrecht dahin.
Jetzt werde ich erstmal kurz zu YouTube springen und ein paar Einstellungen bearbeiten und dann mal schauen, was der Abend noch so bringt.

20:40 Uhr 
Mein literarischer Tag geht zu Ende. Ich habe beschlossen Meine geniale Freundin erst noch etwas sacken zu lassen, bevor ich mit einer neuen Lektüre anfange. Außerdem will ich heute Abend noch ein paar andere To Dos erledigen, wie beispielsweise meine ganzen Sounds für YouTube sortieren. Wobei ich das wahrscheinlich nicht an einem ABend schaffen werde.

Kurzum: Ein herzliches Dankeschön an alle, die heute dabei waren oder den Beitrag via Twitter so fleißig supportet haben. Ich glaube, es gab selten einen Beitrag mit so einer guten Weichreite.

Ich wünsche euch einen guten Start in die neue Woche

Freitag, 21. April 2017

Lesen am Welttag des Buches 2017

Foto: A. Mack
Hallo ihr lieben Buchlinge,
die Buchsüchtigen unter euch, wissen wahrscheinlich schon lange, was am kommenden Sonntag den 23. April ansteht: Der alljährliche buchige Feiertag wird zelebriert. Und zwar auch hier auf diesem Blog. Diese Woche kam mir eine spontane Idee, die ich gerne mit euch umsetzen möchte.



Der Sonntag wird zum Lesemarathon 

Aufmerksame Leser unter euch werden genervt mit den Augen rollen und sich fragen: Will sie uns jetzt verarschen? Der Lesemarathon steigt doch das ganze Jahr!"
An sich stimme ich euch zu. Allerdings dachte ich mir, dass es doch nett wäre, sich am buchigen Feiertag ein paar Stunden gemeinsame Lesezeit zu nehmen. Da "in den Welttag rein lesen" bei mir zeitlich leider nicht passt und am Montag der Alltag weitergeht, schien mir der Lesemarathon ein guter Kompromiss.


Ich will mitmachen! Was muss ich tun? 

Bücher lieben, lesen und atmen.

Spaß beiseite. Hier die Daten und Fakten:

Kernzeit: 14:30 Uhr - 18:30 Uhr
Gerne dürft ihr aber schon früher einsteigen oder länger lesen.

Die Lektüre: Hier gibt es keine Vorgabe. Es sind sowohl Hörbücher als auch Bücher erlaubt.

Fragen / Aufgaben: Stündlich wird es eine Frage oder eine Aufgabe geben, die du entweder auf deinem Blog / Kanal oder als Kommentar in der Facebook Veranstaltung beantworten kannst.

Werben: Natürlich darfst du für die Aktion werben. Das Bild darfst du unter Angabe der Quelle auch gerne für deinen Beitrag verwenden.


Teilnehmerliste 

Je nachdem wie viele Leute zusammenkommen, wäre es doch cool auf den einzelnen Kanälen stöbern zu können. Deswegen könnt ihr euch via Kommentar au die Teilnehmerliste setzen lassen.


Anett von Anets Bücherwelt
Caro - Wint3rkind
Duna - Buchratte Duna (aktiv auf Facebook und Twitter)
Emma & emion - Ge(h)Schichten
Ever - Welt in Buchstaben

Donnerstag, 20. April 2017

Der Vorleser

Bild von Diogenes
Steckbrief

Name: Der Vorleser (auch als Hörbuch erhältlich)
Autor: Bernahrd Schlink

Verlag: Diogenes Verlag
Geeignet für: ab 17 Jahren, oder für Menschen, die gerne "vielseitige" Bücher lesen
Gelesen oder gehört: teilweise gelesen und gehört
Sprecher: Carsten Bender *
Bewertung: 2,5 von 5 Punkten


Klappentext 

(Produktbeschreibung von buecher.de)

"Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er... und sie wird seine erste Leidenschaft. Sie hütet verzweifelt ein Geheimnis. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit."


Meine Meinung 

In dem Buch "Der Vorleser" geht es um den fünfzehnjärigen Michael, der eine Affäre mit der deutlich älteren Hanna hat. Als er von seinem Schulweg nach Hause kommt, wird ihm schlecht und er übergibt sich. Sie findet ihn und bringt ihn nach Hause. Als bei ihm eine Krankheit diagnostiziert wird, die dafür sorgt, dass er für mehrere Wochen zu Hause bleiben muss, beschließt er sich bei ihr zu bedanken.
So kommen sich beide Stück für Stück näher und entdecken schließlich ihre Leidenschaft füreinander.

2008 ist das Buch verfilmt worden. In diesem Rahmen hörte ich das erste Mal von "dem Vorleser" und kannte die Geschichte vom Hören Sagen. Da der Film gut sein sollte, freute ich mich auf das Buch und war froh, dass wir einen etwas "neueren" Klassiker lesen durften.

Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt. Die Kapitel sind nicht sehr lang und meiner Meinung nach lässt es sich recht flüssig lesen.
Als die Beschreibung der Affäre los ging, dachte ich schon das die Erotik das ganze Buch über bleiben würde. Da verging mir schon etwas die Lust, da ich einfach nicht der "Erotik" Typ bin. Als dann andere Konflikte, wie das genaue Eingehen auf Hannas Charakter, oder ein Konflikt innerhalb von Michaels Familie angedeutet wurden, weckte das Buch wieder mein Interesse.

Als Michael Hanna später überraschend wiedertrifft und ihr Geheimnis gelüftet wird, erklärt sich ihr Verhalten an manchen Szenen im ersten Teil. Gut hat mir gefallen, dass ihr Geheimnis für den Leser so offensichtlich gelüftet wurde und man nicht, wie bei vielen Klassikern, zwischen den Zeilen lesen musste.

Das Buch bietet auf jeden Fall mehr Facetten als den Erotik Teil. Es werden offen Konflikte, wie, das "nicht mehr miteinander reden" was dazu führt, dass man sich auseinanderlebt, oder das Verdrängen oder "nicht abschließen" von Situationen, thematisiert und beschrieben.

Auch die Bearbeitung und Diskussionen zum Buch, die wir im Unterricht geführt haben, fand ich sehr spannend, weil ich so den Eindruck hatte, es doch mehr zu erfassen. Mir wären sicher wesentliche Informationen entgangen, wenn ich nicht ab und zu über manche Stellen mit anderen Leuten diskutiert hätte.

Zum Film: Dafür, dass der Film von vielen Zeitungen gelobt wurde, fand ich ihn relativ platt. Verschiedene Themen, die im Buch ausführlich thematisiert und bearbeitet wurden, wurden im Film nur angedeutet und unbearbeitet im Raum zurückgelassen. Kate Winslet, die im Film die Rolle der Hanna übernimmt, hat aus meiner Sicht nicht überzeugend gespielt. Hannas Charakter, den wir ausführlich im Deutschunterricht herausgearbeitet haben, habe ich in ihr nicht wieder entdecken können.

Zum Hörbuch: Es gibt wohl zwei Fassungen des Hörbuchs. Einmal gibt es eine Version, die bei amazon erworben werden kann. Diejenigen unter euch, die blind oder sehbehindert sind, können in der Marburger Hörbücherei anfragen und die Daisy CD ausleihen, die von Carsten Bender gelesen wird. (Mit dieser CD haben wir im Unterricht gearbeitet).



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~K~: Dieser Beitrag ist eine Rezension aus der Konserve und wurde bereits veröffentlicht. 

Sonntag, 16. April 2017

Die Sache mit den 5 Dingen: Wie soll's weitergehen?

Liebe Buchlinge,
heute wende ich mich mal mit einer kleinen Frage an euch: Vor einiger Zeit habe ich mit der "5 Dinge"- Aktion begonnen. Hier ging es darum jeden Sonntag von den fünf positiven Dingen der Woche zu berichten. Ich war mir ziemlich sicher, dass diese "5 Dinge"-Kategorie Podcast Potenzial hatte.
Und dann kamen Freunde und Familie und rieten mir: "Hand aufs Herz! Das ist unnützes Wissen!" 
Ich war froh über das Feedback, denn was bringen Beiträge, die eigentlich gar niemand lesen oder hören möchte? 
Ich will nicht zu den Bloggern zählen, die das Netz mit belanglosen Informationen füllen, nur um etwas zu berichten.
Dennoch merke ich anhand der Blog Statistik, dass die "5 Dinge"- Posts immer wieder angeklickt werden. Ob Robots oder echte Besucher dahinterstecken? Keine Ahnung :D
Deswegen frage ich euch: Wollt ihr die "5 Dinge"- Kategorie in Podcast Form? (Wahrscheinlich schaffe ich es nicht jede Woche, könnte mir aber vorstellen, das Format alle zwei Wochen zu produzieren).
Die Podcasts werden dann sowohl hier auf dem Blog als auch auf YouTube zu finden sein. 

Wer direkt einen Knopf drücken will und im glücklichen Besitz eines Twitter Kontos ist, kann auch hier abstimmen: https://twitter.com/GehSchichten/status/853649228878544897

Ich zähl auf euch! 

Ach, ja! Und Buenos Eires auch an dieser Stelle an euch :) 

Freitag, 14. April 2017

Die LBM17 - Ein Mehrteiler - Teil 2. Weitere Highlights am Freitag



Im ersten Teil unseres LBM Berichts wurdet ihr über unseren Anreise Krimi und die ersten Veranstaltungen am Messe Freitag informiert.
Doch das war noch nicht alles: Der Freitag bot das ein oder andere Highlight von dem wir euch im zweiten Bericht erzählen möchten.

Da war beispielsweise das Treffen mit der Autorin Fanny Bechert, die wir am Stand des Sternensand Verlags treffen durften.
Außerdem haben wir unser erstes Messe Interview geführt. Und zwar mit Philipp Reinartz, dessen aktueller Roman "Die letzte Farbe des Todes" im Goldmann Verlag bei der Verlagsgruppe RandomHOuse veröffentlicht wurde.
Und natürlich gab es auch wieder ein paar interessante Vorträge. Aber wie immer erstmal der Reihe nach...



Das Treffen mit Fanny Bechert:

Highlight Nummer 1: Erzählt von Skyara 

Foto: Rita Kleile
Nach einer kleinen Pause haben wir dann endlich meinen ersten wichtigen Termin angesteuert. Fanny Bechert am Sternensand-Verlag Stand. Auch wenn wir nur kurz Zeit hatten, so war ich doch sehr glücklich. Ich erhielt von Fanny ein Autogramm und noch obendrauf eine der Spruchkarten, zu denen sie uns auf ihrer Facebook Seite schon weit im Voraus den Mund wässrig gemacht hat. Nach einem kleinen Gespräch über das euch Emma sicher mehr berichten kann, denn es ging um das Autoren Dasein und auf was man nach Fannys Erfahrung besonders achten sollte, konnte ich auch noch ein kleines bisschen mit anderen Bloggern am Stand schnacken und lachen!

Ergänzung von Emma:
Skyara hatte mir erzählt, dass Fanny Bechert ebenfalls als Selfpublisherin begonnen hatte. Und natürlich musste ich sie da gleich mal befragen: Was ist sinnvoller? BoD oder doch lieber Amazon? Sie war die Erste, die auch ein paar Bedenken bezüglich BoD äußerte. Das fand ich besonders spannend, da ich bisher nur Positives von dem Unternehmen gehört hatte.
Sonst bleibt mir nur zu sagen: Ichh atte das Gefühl, dass am Verlagsstand eine lustige Stimmung herrscht. Es gab definitiv viel zu lachen :-).


Papyrus Autor - Oder: The never ending story 

Skyara und ich hatten auf der LBM eine Mission: Isona wollte das Programm Papyrus Autor. Und wir sollten ihr die wichtigen Informationen beschaffen. Natürlich hatte Isona auch schon auf der FBM im vergangenen Oktober den Stand unsicher gemacht. Es gab aber dennoch einige zu klärende Fragen. Außerdem sagen meine Crowd Mitglieder, dass ich mir das Programm ebenfalls besorgen soll. Und da wollte auch ich mal ein paar kritische Fragen vor Ort stellen.
Erst einmal gerieten wir in eine Vorführung des Programms. Optisch hatte ich nicht viel davon. (Ich sollte beizeiten mal ein Foto von meinem Bildschirm machen, dann versteht ihr besser, was ich miene. Aber ich schweife schon wieder ab).
Dennoch klangen die Funktionen interessant und fast zu gut um wahr zu sein. Das Programm lockte mit: einer Stilanalyse, einer integrierten Duden Rechtschreibprüfung (im Gegensatz zu Word!), einer Klemmbrett Funktion für Steckbrief Eintragungen und vielem mehr. (Ich besteche Isona, dass sie euch das Programm hier mal genauer vorstellt...).
Dann schnappten Skyara und ich uns eine Mitarbeiterin des Support Teams. Die Dame hatte eine wahnsinnige Geduld mit uns, man kann es nicht anders sagen :-). Nachdem Skyara und ich das gefühlte fünfte Mal am Stand auftauchten, da es immer noch Fragen oder Formalitäten zu klären gab, war sie immer noch freundlich. Scherzhaft meinte ich dann zu Skyara: "Die Frau ist sicher auch froh, wenn endlich alles unter Dach und Fach ist..."

Warum ich ebenfalls mit einer Lizenz liebäugle: Der bekannte Autor Andreas Eschbach hat die Stilanalyse mitentwickelt. Hier schätzt das Programm deinen Stil ein. Annehmen musst du die Vorschläge keinesfalls. Es gibt farbliche Unterteilungen: Wenn dein Text grün unterlegt ist, ist er perfekt. Gelb ist aber auch schon zufriedenstellend. Ganz schlimm ist natürlich der altbekannte Rotstift.
Außerdem konnte mir die Dame vom Support namhafte Autoren nennen, die mit dem Programm arbeiten. Vorab hielt ich das Programm mehr für eine Lockmethode. So nach dem Motto: "Schreib deinen Bestseller mit Papyrus", dabei nutzen die Verlagsautoren ganz andere Programme. Umso überraschter war ich dann Namen wie Andreas Franz am Papyrus Stand zu lesen.

Ende März ist Isona in die Papyrus Welt abgetaucht und kommt aus dem schwärmen gar nicht mehr heraus.


Merkwürdige Begegnungen in der Bloggerlounge 

Danach zog es Skyara und mich in die Bloggerlounge von der wir schon so viel gehört hatten. Wir hatten noch etwas Zeit und wollten nicht nur eine kleine Pause machen, sondern auch die bisherigen Termine und Informationen verdauen. Außerdem musste ich dringend ein paar Stichpunkte für den Messebericht machen.

Zur Gestaltung der Bloggerlounge 
Die Bloggerlounge ist ein kleiner abgetrennter Bereich für - haha - Blogger. Übrigens ganz in der Nähe von der Autorenlounge. Hier gibt es Sitzmöglichkeiten - wahlweise Barhocker oder normale Stühle - und dazugehörige Tische. Außerdem bekommen Blogger hier gratis Kaffee und Verpflegung zu humanen Preisen. Skyara schlug sofort zu.

Die ersten Begegnungen und Gespräche 
Wir setzten uns an einen Tisch, der mit zwei Bloggergrüppchen gefüllt war. Mir gegenüber saß jemand, von dem ich glaubte, ihn schon mal in einem YouTube Follow me around gesehen zu haben. Angesprochen habe ich ihn nicht. Wie war das doch gleich mit der Schüchternheit?
Seine Begleitungen kamen mir nicht bekannt vor. Die Gruppe war auch in ein angeregtes Gespräch über kommende Kooperationen vertieft. Schnell war klar: Bücher war nicht das einzige Thema der Bloggerinnen. Kosmetik war ebenfalls gefragt. Allerdings brachen sie schnell zum nächsten Termin auf. Und so fielen uns die Sitznachbarinnen schräg gegenüber von uns auf.
Skyara und ich waren in eine Diskussion über die Vor- und Nachteile von Papyrus vertieft, als mir auffiel, dass ich neugierig beäugt wurde. Der Klassiker: Ich schaue hin. Person schaut schnell weg. Diese Pendelbewegung probierten wir noch ein paar Mal aus. Leider fallen mir hier im Nachhinein immer die coolsten Sprüche der Welt ein. In dieser Situation - die erste Müdigkeit setzte bereits ein - fragte ich mich ob es Interesse, Neugier, Starren oder einfach von allem ein bisschen war. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei ihr um eine Leserin dieses Blogs handelt, war ziemlich gering.
Also blieben Skyara und ich einfach standhaft und warteten bis sich die beiden freundlich verabschiedeten.


Zufällig hineingeraten - Interessante Lektorenrunde 

Foto: A. Mack
Zeitig machten wir uns auf den Weg zu einem meiner Favoriten Termine und kamen so rein zufällig zu einer interessanten Diskussionsrunde rund um das Thema Lektorat. Leider ist mir der Titel der Veranstaltung nicht mehr bekannt. Zudem kenne ich nicht alle Teilnehmer namentlich, weiß aber, dass Hans Peter Roentgen unter den Mitwirkenden war. Er betreibt einen Blog und hat bereits einige Ratgeber zum Thema Schreiben veröffentlicht. Sein Buch Vier Seiten für ein Halleluja steht bei mir im Regal und gehört zu meinen Lieblingsfachbücher.

Zum Inhalt 
Neu war für mich, wie das mit dem Korrektor und dem Lektor in der Praxis abläuft. Der Lektor ist für den inhaltliche Teil eines Romanes zuständig. Sind die Handlungsstränge gut aufgebaut? Ist der Inhalt logisch? Wo muss noch nachgebessert werden? Der Korrektor hingegen ist, wie der Name schon sagt, für das Beheben der Rechtschreib- und Grammatikfehler verantwortlich und hat mit dem Inhalt nichts zu tun. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass Lektoren beide Arbeiten erledigen. Die Runde stellte aber schnell klar: Lektoren können und wollen nicht immer beides übernehmen. Sie geben die Korrektur Arbeit an den Korrektoren ihres Vertrauens ab um sich dann voll und ganz auf den Inhalt konzentrieren zu können.

Außerdem ging es noch um die Gehaltsfrage. Diese hängt davon ab, wie der Aufwand rund um das Manuskript ist. Natürlich hat es auch etwas damit zu tun, wie lange der Lektor im Geschäft ist.
Die Runde bestätigte, dass Lektoren mit den Jahren an Erfahrung gewinnen und so nach wenigen Seiten erkennen können, wie eine Geschichte tickt.


Was Literaturagenturen für Self-Publisher tun können... 

Foto: A. Mack
Zur Person
Roman Hocke ist Geschäftsführer der Literaturagentur AVA International. Autoren wie z.B. Sebastian Fitzek, Markus Heitz oder Peter Freund werden von AVA betreut.

Zum Inhalt der Veranstaltung 
In der Veranstaltung ging es darum, herauszuarbeiten, wie eine Literaturagentur den Self-Publisher unterstützen kann. Hier wurden ebenfalls Verlag und Agentur miteinander verglichen. Roman Hocke erzählte, dass es im Verlag darum gehe, ein Buch zu verlegen und auf den Markt zu bringen. Die Agentur hingegen sei nicht nur für die vertragliche Arbeit zuständig, sondern auch für die Marketing Strategie und für den Autoren als Marke verantwortlich. Zudem vertritt er ebenfalls die Meinung, dass Self-Publisher näher an der Zielgruppe dran seien, wie Verlagsautoren und oft schon von Marketing Erfahrung profitieren. Daher könne man auch voneinander lernen. Er sehe aber auch, dass es Self-Publisher gibt, die mit der Marketing Frage überfordert sind und sich lieber ausschließlich auf das Schreiben konzentrieren möchten. Auf die Frage, ob es sich für die Literatuagentur lohne Self-Publisher unter Vertrag zu nehmen, gab es keine klare Antwort. Allerdings meinte Hocke, dass es spannend sei, das Marketing für einen Self-Publisher aufzubauen.
Es wurde außerdem gefragt, wie die Vermittlung von Self-Publishern ablaufe. Hocke stellte hier klar, dass die Autoren das Know How mitbringen, wissen was sie wollen und ihre Zielgruppe kennen. Den Verlagen ist mittlerweile klar, dass Autoren heutzutage einen anderen Stellenwert bei den Lesern haben. Früher hatte der Autor mit seinen Lesern nicht viel zu tun.
Dann gab es noch Tipps für das Einsenden von Manuskripten: Es braucht eine gute Leseprobe sowie eine erzählerische Kraft. Zudem ist auch hier ein Expose gefragt. Darin sollte enthalten sein: Wie ist die Geschichte aufgebaut? Wie ist der Schluss? Originelle Idee? Neue Idee?
Auf die kritische Frage, ob die Agentur auch Absagen verschicke, gestand Hocke, dass dies leider nicht der Fall sei. Er wisse, dass es eigentlich ein Unding ist, in der Praxis aber nicht genügend Zeit bleibt, allen eine persönliche Absage zu schicken. Wenn man nichts von der Agentur hört, kann man davon ausgehen, dass kein Interesse besteht.
Und zu guter letzt wurde erwähnt, wie man den richtigen Agenten findet: Wie bei Verlagen gilt ebenso auch beim Agenten: Vorkasse geht gar nicht. Erst wenn der Vertrag unterschrieben ist, gibt es eine Garantie Zahlung.
Autoren Vereine haben zudem eine Liste vertrauenswürdiger Agenturen oder Literaturagenten zusammengestellt.

Meine Meinung 
Roman Hocke erzählte vieles über die Arbeit einer Literaturagentur. Hin und wieder hatte ich aber das Gefühl, dass auch die Literaturagenturen gezwungen seien sich dem Self-Publishing Markt zu öffnen und man eher versuche, sich dem Rend anzupassen, aber noch keine klare Strategie gefunden habe.
Der Runnig Gag von dieser und der vorherigen Lektoren Veranstaltung war:

Sie schlagen sich das Buch an den Kopf und finden so heraus, ob das Manuskript was taugt. 

Den Kommentar fand ich wirklich sehr amüsant. Und da er gleich in beiden Veranstaltungen zur Sprache kam, musste ich ihn einfach aufschreiben.


Blog'n Talk: Das Bloggertreffen der RandomHouse Verlagsgruppe - Interview Challenge mit Philipp Reinartz

Ich konnte es kaum glauben, als ich per Mail die Bestätigung bekam, dass ich am Bloggertreffen der RandomHouse Verlagsgruppe teilnehmen durfte. Ich hatte meinen Namen mehr just for fun in den Lostopf werfen lassen, aber absolut nie damit gerechnet, dass ich auch wirklich gezogen werden würde. Skyara und ich erfuhren, dass wohl 100 Leute an der Veranstaltung teilnehmen würden. Und da bekamen wir schon etwas weiche Knie und überlegten, ob das nicht einfach ein riesiges Gedränge werden würde...

Zur Veranstaltung 
Das Treffen fand am Hauptstand der Verlagsgruppe statt. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob wirklich 100 Leute da waren. Jedenfalls waren Skyara und ich positiv überrascht, wie gut sich die Menschenmenge auf den Stand verteilte. Nach einer kurzen Begrüßung und Erklärung der Interview Challenge war die Talkrunde eröffnet und die Gespräche begannen.
Wie aus dem Nichts tauchte dann Lisa von Lisas Bücherleben vor mir auf. Das erste Mal habe ich sie im Oktober in Frankfurt kennengelernt. Hier stellte sich heraus, dass sie und Isona denselben Studiengang besuchen. Isona überredete sie schnell Mitglied des Freiburger Bücherstammtisches zu werden und wir stellten schnell fest, dass uns die Liebe zum Buch verbindet. Dummerweise hatten wir uns nicht gezielt auf der LBM verabredet. Deswegen hat es mich riesig gefreut, dass sie mich bzw. uns doch ziemlich spontan gefunden hat. Nach einem kurzen Smalltalk machte sie sich auf den Weg zu ihrer Interview Challenge.
Das nächste bekannte Gesicht, das bei uns auftauchte war Ever von Welt in Buchstaben. Das Ever neben einem Buchblog auch noch einen tollen YouTube Kanal betreibt, habe ich schon oft genug erwähnt, oder?
Sie meinte zwar, dass wir uns beim Bloggertreffen sehen werden, aber als ich von der Teilnehmerzahl erfuhr, war ich mir da nicht mehr ganz so sicher. Auch hier hat es mich sehr gefreut, dass es geklappt hat und wir uns letztendlich sogar drei Mal während der LBM über den Weg gelaufen sind. Ever durfte übrigens Anne Freytag interviewen. Auch Martin der Buchwellenreiter schaute kurz vorbei, war aber auch ziemlich beschäftigt, einiges an Impressionen einzufangen.
Und dann begann schließlich auch unsere Interview Challenge:

Interview mit Philipp Reinartz
Wie oben schon erwähnt hatten wir die Ehre Philipp Reinartz zu interviewen. Während sein Debütroman noch im rowohlt Verlag erschien, hat sein aktuelles Projekt Die letzte Farbe des Todes sein Zuhause im Goldmann Verlag gefunden.
Zu unserer Schande müssen wir gestehen, dass wir vorab nicht viel über den Autor herausfinden konnten und daher interviewtechnisch einen holprigen und unschönen Start hinlegten. Dennoch wurden im Gespräch einige interessante Aspekte thematisiert, die ich in der heutigen Podcast Folge mit euch teilen möchte:



Kurzes Treffen mit Anne Freytag
Im Anschluss gingen Skyara und ich noch auf die Suche nach Anne Freytag. Diese war gerade in ein lebhaftes Gespräch mit Ever vertieft. Hier stellte ich mich dann kleinlaut dazu. Wer diesen Blog schon eine Weile verfolgt, weiß genau, dass ich ein großer Fan von Anne Freytags Schreibstil bin, bzw. ihrer Art Geschichten zu erzählen. Mein Highlight ist definitiv Mein bester letzter Sommer. Außerdem gefällt mir ihre Videoreihe, die sie gemeinsam mit Autorenkollegin und Freundin Adriana Popescu führt.
Ich wartete geduldig und war ziemlich glücklich, als ich ein Autogramm der Autorin bekam. Leider habe ich - im Gegensatz zum vorherigen Interview - überhaupt keine sinnvolle Frage gestellt und im Nachhinein wahrscheinlich ziemlich viel unnützes Zeug geredet. Deswegen kann ich über dieses Treffen gar nicht so viel berichten außer der Tatsache, dass ich mich total gefreut habe, die Autorin endlich mal persönlich kennengelernt zu haben. Allerdings gab es hier auch eine Menge anderer Blogger, die ihre Interview hallenge zu bestreiten hatten. Deswegen blieb leider nicht viel Zeit für ein ruhiges Gespräch. Aber die nächste Buchmesse kommt bestimmt.


Das Ende des ersten Messetages 

Müde und glücklich machten wir uns schließlich auf den Heimweg. Wir hatten unsere Highlights gesehen und auch das erste spontane Interview für den Podcast geführt.
Da konnte der Messe Samstag kommen:

Im nächsten Bericht erwartet euch: Unser kleiner Bericht zur Seraph Preisverleihung, die Vorstellung einer Datenbank, die Bloggern und Journalisten eine gute Recherche Möglichkeit bietet, Impressionen vom Poetry Slam Wettbewerb sowie Skyaras Highlight Nummer 2: Unser Treffen mit Angela Aiden.
Neugierig?