Samstag, 6. Juni 2020

Mein Hörmonat Mai 2020

Hallo Buchlinge, 
eigentlich wollte ich ein Experiment mit euch starten und euch auf dem Blog ab sofort die Podcast Folgen inklusive Hörproben hochladen. Leider musste ich gerade feststellen, dass das Video zu groß ist. Kurzum: Vergesst, was ich in der Podcast Folge erwähnt habe. Es bleibt alles so, wie es ist. 

Podcast Folge direkt bei YouTube hören. 



Erwähnte Hörbücher und eBooks: 
Reckless - Steinernes Herz von Cornelia Funke. 
Märzgefallene von Volker Kutscher. 
*Endgültig von Andreas Pflüger. 
*Kilometer 123 von Andrea Camileri. 
Die Säulen der Erde von Ken Follett. 
Dachdecker wollte ich eh nie werden von Raul Krauthausen. 
0711ove stories Viktor und Paula von Ariana Popescu. 

Und Du? 
Welche Hörbücher oder Bücher hast Du im Mai beendet? 
Kennst Du einen der vorgestellten Titel? 

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Die mit * markierten Titel wurden mir als Rezensionsexemplar von den jeweiligen Verlagen zur Verfügung gestellt. 

Mittwoch, 3. Juni 2020

Bye, bye Jugendbuch - Was ich an dem unbeendeten Projekt gelernt habe

Schreibmaschine.
Ein eingespanntes Blatt auf
dem "Ge(h)schrieben" steht.
Bild von A. Mack

Hallo Buchlinge, 

in meinem heutigen Beitrag will ich euch von meinem Never-Ending-Jugendbuch erzählen, das zum Schluss auch wirklich never ending wurde. Ich habe nämlich beschlossen, das Jugendbuch fürs Erste abzubrechen, oder schöner formuliert: zu den Akten zu legen. 
Ich habe seit Ende 2013 an dem Projekt gearbeitet und muss feststellen, dass ich zwar nach wie vor an der Grundidee festhalte, sie mit dem Material, das ich mir erarbeitet habe, aktuell nicht umsetzbar ist. An der Grundidee halte ich nach wie vor fest. Dennoch brauche ich ein anderes Setting und je mehr ich darüber nachdenke, desto schlimmer wird das Ganze. Deswegen lasse ich die Geschichte vorerst ziehen und widme mich einer Idee für einen Thriller, die schon 2016 bei mir anklopfte, aber aufgrund des Jugendbuches nach hinten verschoben wurde. 

In diesem Blogbeitrag will ich euch aber erzählen, was ich aus dem nicht beendeten Jugendbuch mitnehme. Damit will ich vor allem zeigen, dass es für mich kein gescheitertes Projekt ist, nur, weil ich zum Schluss kein fertiges Buch in den Händen halte. 
Vielleicht gibt es ja auch (angehende) Autor*innen unter euch, die schon einmal ähnliches erlebt haben. Da tut es vielleicht gut zu wissen, dass ihr nicht alleine seid. 
Kommen wir aber nun zu den Dingen, die ich gelernt habe. 

Die richtigen Testleser*innen finden 
Wenn ihr euch mit anderen Autor*innen austauscht, ist immer wieder von Testleser*innen die Rede. Das sind Leute, die die Rohfassung eures Textes lesen und euch ein erstes Feedback geben. Immer wieder wird geraten, sich unbedingt Testleser*innen zu suchen. Als ich 2016 mit meinem Roman fertig war und das Ziel verfolgte, mir eine Literaturagentur zu suchen, gab ich meinen Roman erstmal an ein paar Testleser*innen meines Vertrauens weiter. 

Unter den Testleser*innen waren Freund*innen von mir, die mich schon sehr lange und sehr gut kennen, die zu dem Zeitpunkt das Ziel verfolgten als Lektorin arbeiten zu wollen, oder die sich gut darauf verstehen, zwischen den Zeilen zu lesen. Ich glaubte zu Beginn eine sehr gute Testleser*innen Mischung gewählt zu haben. Allerdings stellte ich sehr schnell fest, dass es nur zum Teil stimmte. 

Viele Meinungen - große Verunsicherung 
In Autor*innenforen wird immer wieder davon abgeraten, gute Freund*innen als Testleser*innen zu engagieren. Das Hauptargument besteht darin, dass Freund*innen nicht ihre ehrliche Meinung mitteilen oder nicht differenziert genug sind. Ich hingegen erlebte das Gegenteil, was mich ziemlich verunsicherte. 
Die Freundin, die zwischen den Zeilen lesen sollte, konnte viele Aspekte meines Textes nachvollziehen. Die Figuren haben sie erreicht und die Geschichte hat sie sehr bewegt. Dennoch gab es einige Logikfehler, die ihr entgangen sind. 
Die Freundinnen, die mich sehr gut und sehr lange  kennen, konnten mit einer der Figuren überhaupt nichts anfangen und merkten mir daher ziemlich viele Logikfehler an, weil sie die Handlungen der Figur meist nicht nachvollziehen konnten. 

Ich frage mich also: Welcher Meinung konnte ich trauen? Konnte ich mich auf eine Freundin verlassen, die zwar zwischen den Zeilen lesen, aber Logikfehler nicht erkennen kann? Kennen mich die beiden Freundinnen wirklich so gut, wenn ihnen eine meiner Figuren völlig fremd schien? Oder war mein Roman wirklich so unverständlich geschrieben? 
Ich kam zu dem Schluss, dass ich offenbar etwas falsch gemacht hatte. Wenn nicht einmal meine besten Freundinnen verstanden, was ich meinte, wie sollten das dann erst wildfremde Leser*innen können? 
Ich war verunsichert und diese Unsicherheit hielt sehr, sehr, sehr lange an. 

Außerdem hatte ich nicht bedacht, dass meine Testleser*innen eigentlich wenig lesen, oder hauptsächlich andere Genres lesen und somit überhaupt keine Möglichkeit hatten, meinen Text mit anderen Titeln aus demselben Genre zu vergleichen. 

Der Fragebogen 
Gerade weil unter meinen Testleser*innen auch Leute waren, die wenig lesen, habe ich teilweise auch mit Fragebögen gearbeitet, in der Hoffnung, dass die Fragen dabei helfen, die eigene Meinung der Testleser*innen in Worte zu fassen. Das Blöde an der Sache. Es kann natürlich sein, dass die Testleser*innen voreingenommen an den Text gehen. 

Meine Lösung 
Was ich aus dem Testleser*innen Experiment mitgenommen habe ist, dass mich viele Testleser*innen verunsichern. Falls ich also nochmal mit Testleser*innen arbeiten sollte, werde ich mir höchstens zwei Testleser*innen suchen, die dann aber unterschiedliche Schwerpunkte haben. 

Buchbloggerin und Autorin Jasmin Zipperling sprach neulich in einem Video mit einer anderen Autorin über das Thema Testleser*innen. Hier wurde ebenfalls über die Schwerpunkte-Methode gesprochen. Allerdings wurde hier auch ausdrücklich davon abgeraten, den Testleser*innen vorab gezielte Fragen zum Text zu stellen. 

Der Anfang und das Ende 
Als ich damals mit dem Schreiben begann, hatte ich nur ein Thema im Kopf. Nämlich Krankheitsbewältigung. Ich wusste überhaupt nicht, wohin die Reise mit meiner Protagonistin hingehen sollte. Inzwischen glaube ich, dass es mit ein Problem war, warum ich drei Jahre gebraucht habe, um die Rohfassung zu beenden. Ich wusste nicht, worauf ich hinarbeiten sollte. 

Das sorgte vor allem dafür, dass ich die Handlungsstränge zu Beginn nicht gut miteinander verband. Hinzu kam auch, dass ich die Handlungsstränge oft umwerfen musste, weil mir während des Schreibens eine neue Idee kam, die aber Veränderungen in den ersten Kapiteln bedeutete. So mussten nicht nur Szenen gestrichen, sondern auch regelmäßig Kapitel neu geschrieben werden. 

Während mein großes Projekt weiterhin das Jugendbuch blieb, schrieb ich auch ein paar Kurzgeschichten, bei denen ich mich ausprobieren konnte. Ich stellte fest, dass ich am besten voran kam, wenn mir die Ausgangssituation der Charaktere klar war und ich wusste wo die Charaktere am Ende sein sollten. Im Fall von Findet mich und meinem aktuellen Projekt hatte bzw. habe ich eine konkrete Szene im Kopf. Bei Findet mich hat sie sich sogar relativ schnell wieder geändert, aber das Ende stand für mich immer sicher fest. 

Das Ende beim Jugendbuch hingegen war zu vage. Dadurch habe ich mich auch von Fragen leicht verunsichern lassen. Ich merkte, dass ich entweder selbst keine Idee hatte, oder die Ideen, die ich hatte, auf mein Gegenüber nicht schlüssig wirkten. 

Erzählperspektive 
Am Anfang hatte ich auch Mühe, die richtige Erzählperspektive für mein Jugendbuch zu finden. Die Handlung sollte aus der Perspektive von zwei Protagonistinnen erzählt werden. Da es mir ziemlich leicht fällt, in der Ich-Perspektive zu schreiben übernahm ich diese Perspektive auch für beide Handlungsstränge. 

Irgendwann klopfte meine Bekannte die Unsicherheit an und fragte mich, ob es nicht besser sei, einen Handlungsstrang in einer anderen Erzählperspektive zu schreiben. Schließlich wollte ich ja nicht Gefahr laufen, dass meine Leser*innen die Charaktere miteinander verwechselten. Also schrieb ich die ersten Kapitel um. Ich glaube, es waren damals die ersten 50 Seiten. Das sorgte natürlich dafür, dass Gedanken und Gefühle einer Figur untergingen, weil ich nicht wusste, wie ich diese in der dritten Person unterbringen sollte, ohne sie die ganze Zeit denken zu lassen. 

Obwohl ich für einen Schreibwettbewerb erst kürzlich wieder dieses Stilmittel gewählt habe, bin ich mir nicht sicher, ob ich es nochmal für einen Roman anwenden würde. Inzwischen habe ich auch ein paar Kurzgeschichten geschrieben, die in der dritten Person geschrieben sind. 
Inzwischen habe ich auch realisiert, dass es in keinem mir bekannten Roman einen Wechsel von der Ich-Perspektive hin zur dritten Person, oder umgekehrt, gibt. 

Das nächste Projekt? 
Aktuell tue ich mich auch etwas schwer, mit meinem aktuellen Projekt zu starten, weil ich mir noch nicht sicher bin, aus wie vielen Perspektiven die Geschichte erzählt werden soll und zu welcher Erzählperspektive ich greifen werde. Allerdings glaube ich, dass ich das ganz einfach lösen werde: Einfach drauf los schreiben und schauen, was passiert. (Immerhin steht mein Plan, um was es inhaltlich gehen soll). 

Die Recherche 
Wer einen Roman zum Thema Krankheitsbewältigung schreiben möchte, sollte vorab sehr gut recherchieren. Eine Sache, die ich nicht getan habe. Naiv wie ich war, suchte ich mir zuerst eine Hand voll Symptome aus, die meiner Ansicht nach für eine Einschränkung in der Lebensqualität meiner Protagonistin sorgten. Ich erfand kurzerhand ein Syndrom in dem diese Symptome versammelt waren. 

Eine Testleserin erklärte mir dann, dass man mich damit wohl kaum ernst nehmen würde und ich gab ihr recht. Allerdings stellten sich nun die Fragen: Welche Erkrankung sollte ich stattdessen nehmen? Gab es sogar eine Erkrankung, die die von mir aufgezählten Symptome enthielt? 
Ich begann zu recherchieren, was mich sehr viel Zeit kostete. Zum Schluss hatte ich dann auch eine seltene Erkrankung gefunden. Allerdings musste ich feststellen, dass der Krankheitsverlauf nicht zum Verlauf meiner Geschichte passte. 

Leute, die diese Erkrankung in dem Alter bekommen, in dem meine Protagonistin war, haben oft wenige bis gar keine Einschränkungen. Alternativ hätte ich meine Protagonistin auch einfach jünger schreiben können. Allerdngs wäre dann der Verlauf der Erkrankung schwerer gewesen und ich hätte mich mehr einarbeiten müssen. Außerdem wäre dann der Schwerpunkt der Geschichte ein anderer geworden. 

Also überlegte ich, ob ich in einer Art Vorwort erklärte, dass der Roman zwar an die Erkrankung anlehne, aber keinen realen Verlauf beschreibe. Für mehrere Wochen stellte mich die Idee zufrieden. Dann fragte ich mich aber irgendwann, warum iich mir eine Erkrankung aussuchte und es nicht mal schaffte, einen realen Verlauf zu beschreiben. Was sollten meine Leser*innen aus dieser Geschichte mitnehmen? Etwas über die Erkrankung würden sie ja wohl kaum lernen, wenn ich mir den Verlauf so zurechtbog, dass er in die Handlung des Jugendbuches passte. 

Dennoch ist es für mein nächstes Projekt wichtig, die richtige Mischung zwischen: sich informieren, aber sich nicht in der Recherche zu verlieren zu finden. Ob mir das gelingen wird? Es bleibt spannend. 

Und Du? 
Schreibst Du ebenfalls an Deinem Roman, oder hast vielleicht sogar ein Projekt, das Du zu den Akten gelegt hast? 
Welche Erkenntnisse hast Du bei Deinem Projekt gewonnen? 


Montag, 1. Juni 2020

Zurückge(h)blickt Mai 2020

Der Maibaum 
Foto: A. Mack
Buchlinge, der Mai war für mich ein sehr spannender und auch schöner Monat. In diesem Monatsrückblick erfahrt ihr, welche Hörbücher ich im Mai beendet habe und was sonst noch so los war. Ich wünsche gute Unterhaltung. 

Beendet Meine Statistik 
Im Mai habe ich es endlich wieder geschafft ein paar Seiten zu lesen. Aber beginnen wir erst einmal von vorne: 

Gelesene / gehörte Zeit: 2 Tage 11 h 18 Minuten  
Gelesene Seiten: 30 Seiten 
Beendete Hörbücher: 4 Hörbücher 
Ich lese / höre gerade: 
Die Säulen der Erde (Hörbuch) von Ken Follett 
0711ove stories Viktor und Paula (eBook) von Adriana Popescu. 
Reckless - Lebendige Schatten (Hörbuch) von Cornelia Funke. 

Neuzugänge
0711ove stories Viktor und Paula von Adriana Popescu (eBook) 
0711ove stories Jasmin und Leo von Adriana Popescu (eBook) 
*Endgültig von Andreas Pflüger
Die Säulen der Erde von Ken Follett 
Kassandra von Christa Wolf 

Wie im letzten Monatsrückblick bereits berichtet, haben wir in den letzten Wochen die Strukturen im Buchclub geändert. Nun diskutieren wir nicht nur über die Titel unserer Leserunde, sondern steigen auch mit den Leseproben zu unseren gewählten Büchern bzw. Hörbüchern ein. Ich habe in diesem Monat also zur Leseprobe von Das Reich der sieben Höfe von Sarah J. Maas gegriffen und mich tierisch gefreut, wieder ein paar Seiten gelesen zu haben. 

Um mich wieder motivieren mehr zu lesen, habe ich mir kurzerhand Band 2 und Band 3 von Adriana Popescus geplanten 12-teiligen eBook Serie gekauft und auch schon Paula und Viktor in der zweiten Episode kennengelernt. Die beiden suchen in Stuttgart nach einer bezahlbaren Wohnung, was ziemlich ausweglos scheint. 

Beendet - Die Geschichten 
Mein Hörmonat im Mai war ziemlich gut. Ich habe spannende Hörbücher beendet, von denen ich euch nun erzählen werde. Wenn ich einen der Titel bereits rezensiert habe, ist der Name des Hörbuchs mit einem Link zur vollständigen Rezension unterlegt. 

Endgültig (Band 1 der Jenny-Aaron Reihe) von Andreas Pflüger 
Jenny Aaron gehört einer Sondereinheit bei der Polizei an. Sie wird regelmäßig mit Kollegen auf gefährliche Einsätze geschickt. Ein Einsatz in Barcelona endet in einer Katastrophe: Jenny Aaron erblindet und muss sich zudem der Frage stellen, ob sie ihren schwer verletzten Kollegen Niko einfach so zurückgelassen hat. Sie kann sich nämlich nicht mehr an die Einzelheiten des Einsatzes erinnern. Nachdem sie sich in einer anderen Stadt ein neues Leben aufgebaut hat, holt sie dieser Einsatz aus der Vergangenheit wieder ein und sie muss zurück zu ihrer alten Abteilung. 
Buchlinge, dieser Reihenauftakt ist absolut genial. Andreas Pflüger erzählt hier eine spannende Geschichte, in der es nicht nur um den Umgang mit der eigenen Behinderung geht, sondern auch die Frage von Schuld im Vordergrund steht. Pflüger hat einen spannenden, rasanten Schreibstil, der dafür sorgte, dass ich das Hörbuch kaum von den Ohren nehmen konnte. 
Nina Kunzendorf transportiert die angespannte und teils kühle Atmosphäre in Endgültig gekonnt und hat Aarons wesentliche Charakterzüge gut herausgearbeitet. Die Reihe werde ich definitiv weiterverfolgen. 

Bild von Oetinger Audio

Reckless - Steinernes Fleisch (Band 1) von Cornelia Funke 
Jacob flüchtet aus unserer Welt in die Spiegelwelt. Eines Tages folgt ihm sein Bruder Will dorthin und begibt sich damit unabsichtlich in tödliche Gefahr. Im ersten Band setzt Jacob alles daran, das Leben seines Bruders zu retten. 
Ich war etwas überrascht, dass diese Fantasy Reihe, im Vergleich zur Tintenwelt-Reihe, sehr düster wirkte. Interessant fand ich, dass Jacobs Liebe zu seinem Bruder im Vordergrund steht und es nicht, wie in vielen Fantasyromanen, primär um Krieg und Machtansprüche geht. 
Rainer Strecker liest das ungekürzte Hörbuch und ich habe mich tierisch auf ein Wiederhören mit ihm gefreut. Er gibt Jacobs Verzweiflung eine Stimme und arbeitet die Konflikte der Handlung gut heraus. 

Bild von JUMBO Verlag
*Kilometer 123 von Andrea Camillieri 
Giulio ein bekannter italienischer Unternehmer liegt nach einem schweren Autounfall im Krankenhaus. Ester, eine Frau, die ihn liebt, ahnt nichts davon und macht sich große Sorgen. Ihre besorgte Nachricht wird allerdings von Giulios Frau abgefangen. 
Als dann auch noch ein Zeuge auftaucht, der behauptet, dass Giulio absichtlich angefahren wurde, wird die ganze Sache gefährlich. 
Für mich war es der erste Krimi von Andrea Camillieri. Ich bin nicht nur von der Handlung, sondern vor allem von der Hörbuchgestaltung absolut begeistert. Wir haben hier nicht einen Roman, der aus mehreren Perspektiven erzählt wird, sondern eine szenische Lesung vor uns. Die Dialoge werden von zwei Sprecher*innen gelesen; wir hören Nachrichtentöne, Telefonate werden szenisch dargestellt. Das alles sorgt dafür, dass wir einen lebendigen Krimi vor uns haben, der mich sehr gut unterhalten hat. Außerdem gibt es eine Wendung zum Schluss, die mich ziemlich überrascht hat. Das Hörbuch wurde vermutlich ungekürzt produziert. Es sprechen eine Rehe von Sprecher*innen mit, die ich alle in meiner Rezension nennen werde. 

Bild von Argon Verla
Märzgefallene (Band 5 der Gereon-Rath-Reihe) von Volker Kutscher 
In diesem Band findet eine unmerkliche Veränderung der Handlung statt: Im Mittelpunkt stehen nicht mehr die Kriminalfälle, die Rath und seine Kolleg*innen lösen müssen, sondern die politischen Veränderungen und die damit verbundenen Auswirkungen auf unsere Charaktere. Mir gefiel es ganz gut, dass der Fokus mehr auf die Charaktere der Reihe gelegt wird. Was deren Entwicklung betrifft, baut Kutscher immer wieder Wendungen ein, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Das gekürzte Hörbuch wird von David Nathan gelesen, der mir hier als Sprecher wieder sehr gut gefällt. 

Gefunden im Netz
Die Soap Fans unter euch kennen es wahrscheinlich: Ein Star steigt aus, mit dem Wunsch, dass danach die große Karriere losgeht. Dann verschwinden sie von der Bildfläche und man sieht sie nur noch sehr selten. Könnt ihr euch noch an Josephine Schmidt erinnern, die u.a. die Paula bei GZSZ spielte? Inzwischen ist sie sehr erfolgreiche Synchronsprecherin. In diesem Interview schwärmt sie uns von ihrer Arbeit vor und erzählt, warum sie die Synchronbranche der Schauspielerei vorgezogen hat. 

Klappentext schreiben 
Im Forum Leselupe gibt es 12 Tipps, die euch das Schreiben eines Klappentextes erleichtern sollen. Ich konnte hier Aspekte mitnehmen, die mir zuvor bei einem Klappentext noch nicht aufgefallen sind. 

Was ist VLB-Tix? 
Jennifer von Lesen in Leipzig stellt uns das Portal vor. Es dient hauptsächlich dazu, einen guten Überblick über Neuerscheinungen zu bekommen. 

Buchmarketing: Wie funktioniert's? 
Auf deser Website wird nicht nur erklärt, nach welcher Marketing-Formel ihr euer Marketingkonzept für das eigene Buch planen könnt, sondern es werden auch wichtige Fragen geteilt, die ihr euch vorab stellen solltet. 

Gefreut 
Eigentlich zählt der Eurovsion Song Contest (ESC) zu den Ereignissen, die mich im Mai freuen, oder mir zumindest ein paar unterhaltsame Stunden bescheren. In diesem Jahr wurde die Veranstaltung abgesagt. Für eine gute Alternative sorgte der Free European Song Contest (#FreeESC), der auf Pro7 gezeigt wurde. Die Idee für den Wettbewerb stammte von Stefan Raab. Er fand Künstler*innen, die für ein Land angetreten sind. Einen Teil der Lieder sangen die Interpret*innen auch in der Landessprache. 
Natürlich lässt sich die Sendung nicht mit dem ESC vergleichen. Aber es gab gute Musik und witzige Ideen, wie z.B. Max Mutzke, der erneut in die Rolle des Astronauten schlüpfte und für den Mond antrat. Eigentlich hatte ich überlegt, der Sendung einen eigenen Blogbeitrag zu widmen. Aber ich bin nicht dazu gekommen und inzwischen ist zu viel Zeit vergangen. 

Das Ereignis worüber ich mich mit Abstand am meisten gefreut habe, war eine überraschende Jobzusage. Demnächst werde ich in einer Beratungsstelle arbeiten. Anfangen kann ich aber erst, wenn ein paar Anträge auf den Weg gebracht wurden. Ich benötige nämlich ein paar Hilfsmittel, die erst noch bewilligt werden müssen. Demnächst werde ich dazu auch einen eigenen Blogbeitrag schreiben und die Beiträge zum Thema Bewerbung nochmal komplett überarbeiten. 

Im Mai konnte ich auch eine zweite Administratorin für den Buchclub gewinnen. Das hat mich ebenfalls ziemlich gefreut, weil ich die Gruppe nicht mehr alleine organisieren muss. Zudem inspirieren wir uns gegenseitig und sind somit auch in einem tollen, kreativen Austausch. Inzwischen stehen alle Veränderungen für den Buchclub fest. Das heißt, dieser Beitrag wird ebenfalls bald angepasst. 

Hinter den Kulissen 
Im Mai hatte ich eine kleine Erkenntnis: Auslöser dafür war der unten verlinkte Beitrag Geschichten für eine kleine Auszeit
Es ist zwar kein Geheimnis, dass es sich bei Ge(h)Schichten nicht um einen Buch-, sondern einen Hörbuchblog handelt. Bisher habe ich aber kaum von Hörbüchern, sondern meistens von Geschichten gesprochen, in der Hoffnung, auch die Leute anzusprechen, die sich eher für Bücher anstatt für Hörbücher interessieren. Die Handlung ist ja dieselbe. Der einzige Unterschied ist, dass ich in meinen Beiträgen nicht über das Printcover, sondern die Hörbuchgestaltung spreche. 
Im Mai habe ich mich dann aber gefragt, warum ich nicht einfach von Hörbüchern anstatt Geschichten spreche. Schließlich verfolge ich ja auch Blogger*innen, die ausschließlich Bücher besprechen. Nur, weil Hörbücher auf deren Kanäle keine Rolle spielen, heißt das nicht, dass mich die Kanäle deswegen weniger interessieren. 
Wer sich also daran stört, dass es hier hauptsächlich um Hörbücher geht, wird den Blog nicht verfolgen. Egal, ob ich jetzt von Geschichten oder Hörbüchern spreche. Warum also nicht einfach zu dem stehen, was ich sowieso schon die ganze Zeit mache? 

Ende des Monats hat mich die Grafikerin auf eine tolle Idee gebracht, wie ich die Hörproben in den Podcast Folgen unterbringen kann. Ich habe mich mit einem Bekannten unterhalten, der meinte, dass die Hörproben für die Podcast Folgen wichtig sind, weil ich mich ja darauf beziehe. Mir fehlen die Hörproben ebenfalls, weil sie ein Alleinstellungsmerkmal meiner Podcast Folgen waren. Nun schlug die Grafikerin vor, dass ich die Podcasts einfach zweimal hochlade: Einmal ohne Hörproben bei YouTube und einmal mit den Hörproben auf diesem Blog, in der Hoffnung, den Uploadfilter so umgehen zu können. Kommenden Freitag werde ich das mal ausprobieren und hoffe, es geht alles gut. 

Was gab's zu erzählen? 
An dieser Stelle gibt es wieder eine Übersicht der Beiträge, die im Mai auf meinem Blog online gegangen sind. Ich wünsche euch viel Spaß beim stöbern. 

Rezensionen 
*Die Akte Vaterland von Volker Kutscher 
*Offline von Arno Strobel
*Vanitas 2 von Ursula Poznanski 

Ge(h)schrieben: Mein Autorinnenleben 

Ge(h)plaudert: Mein Podcast Format 

Ge(h)schmökert 

Freiburger Bücherstammtisch 

Und Du? 
Wie war Dein Mai? 
Welche Bücher / Hörbücher hast Du im Mai ibeendet? 

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Die mit * markierten Titel wurden mir als kostenloses Rezensionsexemplar von den jeweiligen Verlagen zur Verfügung gestellt. 

Freitag, 29. Mai 2020

Unser Leben in Büchern und Zitate / Fußnoten in Büchern

Bild von A. Mack
Das Virus, dessen Namen nicht genannt werden soll und das damit verbundene Social Distancing halten den Freiburger Bücherstammtisch dennoch nicht davon ab sich zu treffen. Nur eben nicht persönlich, sondern online. 
Seit April treffen wir uns online und inzwischen scheint sich hier eine Struktur einzupendeln. Heute werde ich euch aber von unserem ersten Onlinetreffen erzählen. Wie haben wir uns organisiert? Über welche Themen haben wir gesprochen? Wie war die Stimmung? Und was haben wir uns für die nächsten Treffen vorgenommen? 
Im ersten Teil wird es vermutlich viele Listen für euch geben. Dafür habt ihr aber eine geballte Ladung an guten Literaturtipps. 
Legen wir also los mit dem... 

Unser Leben in Büchern - TAG 
Unter Literaturblogger*innen bzw. Influencer*innen, die über Bücher sprechen, sind TAGs beliebte Beiträge. Hier gibt es eine Hand voll Fragen zu einem bestimmten Thema. Das Tolle an der Sache ist: Es können Titel vorgestellt werden, die sonst etwas untergehen. 
Aus diesem Grund habe ich mal eine Sammlung an solchen Fragekatalogen angelegt. Allerdings haben unsere Treffen bisher nicht ausgereicht, einen Fragekatalog anzugehen. Unser erstes Onlinetreffen schien mir also eine gute Gelegenheit zu testen, ob sich die Fragen überhaupt für unsere Gruppe eignen. 

1) Suche Dir je eins Deiner gelesenen Bücher für jede Deiner Initialen heraus!
Da einige unserer Mitglieder*innen namentlich nicht in unseren Berichten auftauchen wollen, habe ich die folgende Liste einfach mal alphabetisch geordnet und behalte die Sortierung auch für die anderen Fragen bei. 

AchtNacht von Sebastian Fitzek 
Als das Leben unsere Träume fand von Luca di Fulvio
Anthony and Cleopatra von Shakespeare
Bridge of clay von Markus Zusak
Das schwarze Prisma von Brent Weeks 
Der Schrecksenmeister von Walter Moers 
Die Flüsse von London von Ben Aaronovitch
Die fließende Königin von Kai Meyer
Der Name des Windes von Patrick Rothfuss
Die Welt durch deine Augen von Sarah Heine
Edward II von William Shakespeare
Ein Schnupfen hätte auch gereicht von Gaby Köster 
Great Expectations von Charles Dickens 
Harry Potter-Reihe von J.K. Rowling
Iron Gold von Pierce Brown 
Letztendlich sind wir dem Universum egal von David Levithan 
Leonie Lasker, Jüdin von Waldraut Lewin. 
Looking for Alaska von John Green. 
Meg Finn und die Liste der vier Wünsche von Eoin Colfer
Mein bester letzter Sommer von Anne Freytag 
Meisterklasse von Ally Carter
Moby Dick von Herman Melville  
Momo von Michael Ende
Shadowmarch-Reihe von Tad Williams
Sonea von Trudi Canavan
Squib feeling blue von Arina Tanemura
Tage wie Salz und Zucker von Shari Shattuck 
The Testaments von Magret Atwood 
The Lies of Locke Lamora von Scott Lynch. 
*Zartbittertod von Elisabeth Hermann 

Diese Liste hat mir mal wieder bewusst gemacht, dass ich ganz dringend weitere Titel von Markus Zusak hören möchte. Außerdem wurde ich neugierig auf Leonie Lasker, Jüdin. Wie der Titel schon erahnen lässt, geht es um eine Jüdin, die während des Nationalsozialismus in Deutschland lebt. Ihr Vater versucht zu verheimlichen, dass er und seine Familie Juden sind und tritt sogar der NSDAP bei. Als ich den Titel nochmal für den Bericht recherchiert habe, stellte sich heraus, dass es sich wohl um eine Reihe handelt. 
Bei Squib [...] musste ich sofort an Harry Potter denken. Dieser Zahn wurde mir aber sogleich gezogen. 
Außerdem habe ich erfahren, dass Moby Dick wirklich sehr zäh sein soll. Eigentlich wollte ich diesen Titel auch mal hören. 

2) Stell Dich vor Dein Bücherregal und zähle Dein Alter entlang der Bücher ab - bei welchem Buch landest Du? 
Gerade die ersten beiden Fragen haben es mir ziemlich angetan. Das Spannend ist, dass die folgende Liste überhaupt nichts über den Altersdurchschnitt unserer Gruppe verrät. Nicht einmal die Sortierung der Bücherregale lässt sich erahnen...  

Der Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann. 
Die Bücherdiebin von Markus Zusak. 
Die Geschichte eines neuen Namens von Elena Ferrante 
Die Lügen, die wir erzählten von Judy Blundell 
Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry von Rachel Joyce 
Eine für vier - Für immer und ewig von Ann Brashares 
Harry Potter and the Chamber of Secrets von J. K. Rowling 
Tausend kleine Lügen von Liane Moriarty 
Sternenschiff von Rachel Bach
Zweiherz von Antje Babendererde

Besonders gefreut habe ich mich, dass ein Band von Elena Ferrantes neapolitanischer Saga aufgetaucht ist und der Titel diesmal ausnahmsweise nicht von mir mitgebracht wurde. 

3) Such Dir eins Deiner Bücher raus, das in Deiner Stadt, Deinem Bundesland oder Deinem Land spielt.
Ich bin besonders stolz darauf, dass mein Titel in den Bundesländern bzw. sogar fast in den Städten spielt, in denen ich längere Zeit gelebt habe, oder noch lebe. 

Als die schwarzen Feen kamen von Anika Beer
Chemnitz, Eine Liebeserklärung von Ellen Schaller
Das Jaköble
Das Lied der Wächter - Das Erwachen von Thomas Erle
Der goldene Handschuh von Heinz Strunk 
Novemberasche von Anja Jonuleit
Schlafen werden wir später von Zsu Zsa Bank 
So finster, so kalt von Diana Menschig

Dank Thomas Erle gibt es einen Fantasyroman, der in unserer Region spielt. Der Schwarzwald scheint ein gutes Setting für eine fantasievolle Reihe zu sein. Besonders schmunzeln musste ich über Das Jaköble, weil das ein Name ist, der in Norddeutschland sicher viele Fragezeichen auf die Gesichter der Leute zaubert, wenn sie den Titel zum ersten Mal hören. 
Den meisten von uns fiel es aber schwer, einen Titel zu finden, der in der Region spielt in der sie leben oder aus der sie gebürtig kommen. Ihr merkt: Der Handlungsort ist bei uns also nicht unbedingt ein Lese- bzw. Hörkriterium. 

4) Jetzt suche ein Buch heraus, das einen Ort repräsentiert, wohin Du gerne reisen würdest!
Hier mussten wir erst einmal klären, ob es sich um einen fiktiven und oder einen realen Ort handelt. Glücklicherweise hatten sich die meisten von uns sowohl für einen fiktiven als auch einen realen Ort entschieden. 

Als die Sonne im Meer verschwand von S. Abulhawa (Palästina)
Annika und der Stern von Kazan von E. Ibbotson (Wien)
Britt-Marie war hier von F. Backman (Borge Borje gesprochen) 
Harry Potter-Reihe von J.K. Rowling (Hogwarts) 
Ich bin dann mal weg von H. Kerkeling (Jakobsweg)
Immer dieser Michel von A. Lindgren (Schweden)
Im Reich des Goldenen Drachen von I. Allende (Himalaya)
Das Kartengeheimnis von J. Gaarder (Griechenland)
Der Pfau von I. Bogdan (Schottland)
Der Schatten des Windes von C. R. Zafon (Barcelona) 
Die Goldene Stadt von S. Janesch (Peru)
Meine geniale Freundin von E. Ferrante (Süditalien)
Narnia von C. S. Lewis (Narnia)
Nijura – Das Erbe der Elfenkrone von J. M. Nuyen (Der Wald, in dem die Elfen leben). 

Besonders einem Bücherstammtisch hat es diese Frage angetan. Sie beschloss die Aufzählgung ihrer Lieblingsreiseziele einfach irgendwann zu beenden. emion zog es nach Hogwarts. Mich hingegen zog es n Orte, an denen mich spannende Charaktere oder eine angenehme Atmosphäre erwarten. 

5) Was ist Deine Lieblingsfarbe? Fällt Dir ein gelesenes Buch ein, dessen Cover in dieser Farbe gehalten ist?
Diese Frage habe ich einfach mal gekonnt übersprungen. Die Bücherstammtisch Mitglieder*innen haben sich hier aber ein paar spannende Antworten überlegt. 

American Gods von Neil Gaiman 
Dark Places von Gillian Flynn
Das Tagebuch von River Song aus Doctor Who
Die Glücksbäckerei-Reihe von Kathryn Littlewood
Frösche von Mo Yan
Nijura - Das Erbe der Elfenkrone  von Jenny Mai Nuyen 

Wir erfuhren, dass ein Bücherstammtisch-Mitglied dazu verpflichtet wurde, mehr Bücher von Nobelpreisträger*innen zu lesen. Ein anderes Bücherstammtisch-Mitglied mag Grün und wollte eigentlich den Herr-der-Ringe-Schuber nominieren, musste aber feststellen, dass der Grünton hier leider nicht besonders gut gelungen ist. Kurzerhand wurde also zu Nijura [...] gegriffen. Der Titel hat auch eines meiner Lieblingscover. Als das Buch erschien gab es das Hardcover sogar in einer blauen und einer grünen Version. 

6) An welches Buch hast Du die schönsten Erinnerungen? 
Das war eine wirklich schwere Frage, weil ich schon unglaublich viele Hörbücher gehört bzw. Bücher gelesen habe. Außerdem habe ich mir die Frage gestellt, ob die schöne Erinnerung mit der Handlung verknüpft sein muss, oder ob es um den Kontext geht, in dem der Titel zu einem gefunden hat. 
Bei unserem Treffen haben wir uns kurzerhand für beide Antwortmöglichkeiten entschieden. 
Was meint ihr? 

Artemis Fowl-Reihe von Eoin Colfer
Der Herr der Diebe von Cornelia Funke
Der Wilde Wald von Tonke Dragt
Die Brautprinzessin von William Goldman 
Die unendliche Geschichte von Michael Ende 
Die wilden Hühner von Cornelia Funke 
Die Gilde der schwarzen Magier von Trudi Canavan
Ein Mann namens Ove von Fredrik Backman 
Eines Tages, Baby von Julia Engelmann 
Gregor von Suzanne Collins
Harry-Potter-Reihe von J.K. Rowling 

Die meisten Bücherstammtisch Mitglieder*innen haben Titel genannt, die sie mit Kindheitserinnerungen verbinden. Gerade das fand ich sehr spannend. Ich habe mich sowohl für Hörbücher bzw. Bücher entschieden mit denen ich schöne Stunden verbracht habe, als ach Titel, mit deren Einzug ich eine schöne Erinnerung verbinde. 

7) Bei welchem Buch hattest Du die größten Schwierigkeiten, es zu lesen? 
Mir ging es bei dieser Frage nicht um Titel, die sich aufgrund des Schreibstils schwer lesen lassen, sondern die sich auch aufgrund der Handlung nur schwer verdauen lassen, oder mich sehr bewegt haben. 

Apfeldiebe von Michael Tietz 
Darm mit Charme von Giulia Enders 
Das Wispern der Schatten von Adam J. Dalton
Der Prozess von Franz Kafka
In meinem Himmel von Alice Siebold 
Nacht über Tanger von Christine Magan 
Neujahr von Juli Zeh 
Nicht weg und nicht da von Anne Freytag 
Sieben Minuten nach Mitternacht von Patrick Ness 
Ulyses von James Joyce. 

Einige Bücherstammtisch Mitglieder*innen (mich eingeschlossen) haben manche der Titel, die sie hier genannt haben, auch nicht beendet. 

8) Welches Buch auf Deinem Stapel ungelesener Bücher (SUB) wird Dir das größte Gefühl verschaffen, etwas geleistet zu haben, wenn Du es fertiggelesen hast?
Bei dieser Frage hat sich übrigens zu einem Titel eine kleine Leserunde gebildet. Um welchen Titel es geht, werde ich euch in meinem Monatsrückblick bzw. meinem Hörmonat (Podcast Folge) erzählen. 

Anna Karenina von Lew N. Tolstoi 
Black Leopard Red Wolf von Marlon James 
Der richtige Therapeut von Milton H. Erickson 
Die Katze und der General von Nino Haratschiwilly 
Dachdecker wollte ich eh nicht werden von Raul Krauthausen 
Der Schwarm von Frank Schätzing 
Die Säulen der Erde von Ken Follett 
Die Kunst des Miteinander Redens von Friedemann Schulz von Thun 
Digital Fortress von Dan Brown
Sister von Rosamund Lupton
Wie man wird, was man ist von Irvin D. Yalom.

Hier wurden Titel genannt, die es sich auf den jeweiligen Stapeln ungelesener Bücher schon richtig gemütlich gemacht haben. Ob einige Titel von diesem Stapel jemals befreit werden? 

Zitate bzw. Fußnoten in Büchern 
Hier wollte ich von den Bücherstammtisch Mitglieder*innen wissen, ob es schon mal einen Titel gab, den sie aufgrund eines Zitats aus einem anderen Roman gelesen haben und was sie allgemein über Fußnoten in Romanen denken. 

Ein Bücherstammtisch Mitglied hat sich  Die Praxis und Theorie des Bolschewismus von Bertrand Russell gekauft, weil dieser Titel in Ken Folletts Sturz der Titanen erwähnt wurde. Das ist mir tatsächlich völlig entgangen. Aber bei über 2.000 Seiten und einer sehr langen Hörbuchspieldauer wundert es mich auch nicht. 
Ich habe dank Cornelia Funkes Tintenwelt-Reihe begeistert zu Warten auf Gordot gegriffen, weil daraus ein paar Mal zitiert wurde. Leider wurden die Zitate, die bei den Printbüchern zu Beginn jeden Kapitels stehen, im Hörbuch nicht übernommen. Die Zitate haben mich nicht nur auf die anderen Titel neugierig gemacht, sondern die Stimmung des jeweiligen Kapitels auch ziemlich gut untermalt. 

Bei Fußnoten in Büchern waren wir dann nicht so ganz einer Meinung. Ein Bücherstammtisch Mitglied merkte an, dass Fußnoten beim Lesen stören und den Lesefluss unterbrechen. Ihr komme es so vor, als ob der/die Autor*in nicht wisse, wie der Inhalt der Fußnote in den Roman integriert werden kann. 
Andere Bücherstammtisch Mitglieder*innen nehmen Fußnoten als tolle Ergänzung zur Handlung wahr: Entweder werden sie als Stilmittel des / der Autor*in gesehen wie z.B. im Fall von Marc-Uwe Klings Känguru-Reihe. Oder sie werden dazu gebraucht, den historischen Kontext zu klären. Gerade das wurde von einem Bücherstammtisch Mitglied als sehr angenehm empfunden, weil so nicht während des Lesens recherchiert werden muss. 

Bei der Känguru-Reihe werden die Fußnoten zum Glück auch vorgelesen. Bei vielen Hörbüchern hingegen habe ich den Eindruck, dass die Fußnoten entweder nicht extra angesagt, oder sogar ganz weggelassen werden. 
Ich glaube nämlich, mich dunkel daran erinnern zu können, dass im Printbuch zu Die Bücherdiebin auch ein paar Fußnoten versteckt sind. Diese wurden beim Hörbuch beispielsweise nicht angesagt, was ich aber auch nicht als Problem empfinde, sondern einfach nur mal anmerken wollte. 

Die Stimmung 
Buchlinge, an dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich in der Internetwelt aufgewachsen bin und früher sehr viel Zeit in Chaträumen verbracht habe. Ich bilde mir also ein, aus dem Schriftlichen ein bisschen Emotionen meines Gegenübers herauslesen zu können. 
So musste ich bei manchen Beiträgen der Bücherstammtisch Mitglieder*innen grinsen, oder habe bestätigend genickt, wenn ich derselben Meinung war. Da ich alle Teilnehmer*innen kannte, hatte ich fast das Gefühl, eine lebendige Unterhaltung vor mir zu haben. Gerade in den ersten 1 1/2 Stunden wurde sehr viel geschrieben und ich kam mit dem Lesen und Antworten kaum hinterher. 

Im April legten wir einen Bücherstammtisch im XXL Format ein. Ich glaube, wir waren letztendlich 3 - 4 Stunden beisammen und hatten eine sehr unterhaltsame Zeit. Allerdings war ich danach auch ziemlich erledigt. 

Wünsche für das nächste Onlinetreffen 
Einige Bücherstammtisch Mitglieder*innen wünschten sich zusätzlich zum schriftlichen Treffen auch eine Videokonferenz. Der größte Vorteil beim Video ist natürlich, dass man sich gegenseitig sieht und mehr Informationen von seinem Gegenüber bekommt. 
Andere Bücherstammtisch Mitglieder*innen befürchteten, dass Redebeiträge untergehen könnten und es, je mehr Teilnehmer*innen beim Treffen dabei waren, auch Probleme mit der Qualität gibt. 
Dennoch wollte ich die Idee gerne umsetzen und lud im Mai also gleich zu zwei Treffen ein. 
Wie diese Treffen gelaufen sind, erfahrt ihr im nächsten Bericht. 

Der Bücherstammtisch in Zeiten des Social Distancing: 
Wie Du trotzdem dabei sein kannst 
Aktuell ist es etwas schwierig in unsere Gruppe reinzukommen, da wir uns eben nur online treffen. Die Videokonferenzen sind vor allem für die alten Hasen gedacht, die bisher regelmäßig zu unseren Treffen gekommen sind. 
Außerdem gehen wir stark davon aus, dass es Interessent*innen auch unangenehm wäre, sich über Skype einfach spontan einzuklinken. 
Allerdings haben wir weiterhin ein monatliches schriftliches Treffen. Auf dieser Seite bleibst Du auf dem Laufenden, was unsere Termine und die Treffen betrifft. Natürlich kannst Du Dich auch weiterhin gerne in den Malverteiler eintragen lassen. Schick mir dafür eine Mail an EmmaZecka(at)gmx.de. Deine E-Mailadresse wird nicht an Dritte weitergegeben und nur in meiner Outlook Bücherstammtisch Gruppe gespeichert. 

Und Du? 
Erzähle mir doch, wie Du die Fragen des Dein Leben in Büchern-TAG beantwortet hättest. 
Außerdem interessiert mich: Hast Du die Titel entdeckt, die ich eingereicht habe? 

Montag, 25. Mai 2020

Endgültig (Band 1)

Diese Rezension entstand im Rahmen unserer aktuellen Leserunde im Buchclub. Obwohl wir im Buchclub inhaltlich über die Titel diskutieren bleibt diese Rezension spoilerfrei. 

Bild von RandomHouse Audio
Steckbrief 
Name: Endgültig (Band 1 der Jenny Aaron-Reihe)
Autor: Andreas Pflüger 
Verlag: RandomHouse Audio 
Geeignet für: Thriller Fans und Menschen, die sich für das Thema Blindheit interessieren, aber noch einen anderen Handlungsstrang brauchen. 
Gelesen oder gehört: gehört als ungekürztes Hörbuch 
Sprecher: Nina Kunzendorf 
Bewertung: 5 von 5 Punkten 

Klappentext 

"[...] In ihrem ersten Leben war Jenny Aaron eine Elitepolizistin mit überragenden Fähigkeiten. In ihrem zweiten ist sie Verhörspezialistin und Fallanalytikerin beim BKA. Sie spürt das Verborgene und versteht es, zwischen den Worten zu tasten. Denn seit einem missglückten Einsatz in Barcelona vor fünf Jahren ist Jenny Aaron blind und traumatisiert. Doch "Barcelona" war nicht der schlimmste Tag ihres Lebens. Sie hat sich geirrt - der schlimmste Tag ihres Lebens ist heute." 

Meine Meinung 
Von Andreas Pflüger und seiner Jenny-Aaron-Reihe habe ich schon ziemlich viel gehört. Was mich bisher davon abhielt, zur Reihe zu greifen, war die Tatsache, dass hier eine blinde Protagonistin im Mittelpunkt steht. Ich befürchtete, dass es ziemlich viele Klischees gibt. Dennoch siegte die Neugier und ich nominierte den ersten Band der Reihe als aktuelle Buchclub-Lektüre. 

Der Inhalt ist rasant. Andreas Pflüger erzählt die Handlung in mehreren Zeitsträngen. Im Prolog erleben wir Jenny Aaron und ihren Kollegen Niko bei einem riskanten Einsatz in Barcelona, der für beide schlimme Folgen haben wird. Dann baut der Autor den ersten Zeitsprung ein. 

Fünf Jahre später: Jenny Aaron hat ihre Abteilung verlassen und sich ein neues Leben als Fallanalytikerin in Wiesbaden aufgebaut. Doch ein neuer Fall führt sie zurück nach Berlin zu den alten Kollegen. Es gibt nämlich einen Mörder, der nur mit ihr sprechen möchte. Schnell wird klar, dass der aktuelle Fall etwas mit dem vergangenen Einsatz in Barcelona zu tun hat. Jenny Aaron erblindete bei diesem Einsatz nämlich nicht nur, sondern kann sich auch nicht daran erinnern, was wirklich in Spanien passiert ist. 

Was mich in der Handlung etwas verwirrte, waren die häufigen Zeitsprünge: Im Mittelpunkt stehen natürlich der aktuelle Fall und die Ereignisse in Barcelona. Allerdings erinnert sich Jenny Aaron immer wieder an andere Einsätze. Ich war mir manchmal also unsicher, ob wir uns in der Gegenwart oder in der Vergangenheit befanden (und wenn ja, in welcher). Dennoch sorgte dieses Stilmittel für Spannung, da die Details an die sich Aaron von früheren Fällen erinnert zum einen mit dem aktuellen Fall oder zum anderen mit ihr als Person zu tun haben. Es handelt sich also nicht um eine Abschweifung, sondern um wichtigen Inhalt. 

Was mir an diesem Reihenauftakt besonders gut gefallen hat waren die Haupt- und Nebencharaktere, allen voran Jenny Aaron, ihr bester Freund Pavlik und die Vorgesetzte der beiden. 
Jenny Aaron hadert nicht nur mit ihrer Erblindung, sondern muss sich in diesem Reihenauftakt auch die Frage stellen, ob sie ihre Liebe zugunsten der Ehre verraten und somit Schuld auf sich genommen hat. Die Angst, falsch gehandelt zu haben, verfolgt sie und lässt sie nicht mehr los und das obwohl sie keinesfalls verletzlich wirken möchte. 

Pavlik versucht Aaron so gut es geht bei der Lösung des Falls zu helfen. Dennoch ahnt er, dass es einen Feind in den eigenen Reihen geben könnte. Wir finden heraus, dass ihm nicht nur die Freundschaft gegenüber Jenny wichtig ist, sondern die Kameradschaft innerhalb der Abteilung einen sehr hohen und wichtigen Stellenwert für ihn haben. 
Aaron und Pavliks Vorgesetzte sieht sich mit ihrem ersten kniffligen Fall konfrontiert. Hier geht es nämlich um ein Ereignis aus der Vergangenheit, das sie nur aus den Akten kennt. Wie kann sie ihre Kollegen dabei unterstützen den Fall zu lösen, ohne dabei alte Wunden aufzureißen? 

In Endgültig spielt natürlich auch die Hierarchie in der Abteilung, in der Aaron und Pavlik arbeiten, eine Rolle. Die Kollegen halten zusammen, egal was kommt. Aber wenn einer von ihnen zum Verräter wird, muss er nicht nur mit der Schuld klarkommen, sondern hat eine ganze Abteilung gegen sich. Seinen Platz in den Reihen muss man sich erst einmal verdienen. Aber wenn man sein Talent und die Treue gegenüber den Kollegen bewiesen hat, hält man zusammen. 
Man mag die Regeln der Abteilung kritisieren können, aber ich fand es zur Abwechslung mal ganz angenehm auf eine Ermittler*innengruppe zu treffen, bei der es nicht um interne Machtkämpfe geht. Man weiß, was man an den Kolleg*innen hat. Innerhalb der Abteilung fühlt man sich einander verbunden und hat so seine eigene Familie. 

Was mir an der Handlung ebenfalls sehr gut gefällt ist, dass Andreas Pflüger den Reihenauftakt nicht mit einem Cliffhanger enden lässt. Natürlich werden Fährten für Fortsetzungen gelegt. Aber der Kriminalfall an sich scheint hier abgeschlossen. Das Tolle daran ist, dass wir hier nicht den Auftakt einer Rache-Reihe vor uns haben. 

Auch was das Thema Blindheit betrifft, beweist Pflüger, dass Endgültig keine stereotypische blinde Superheldin braucht. Der Roman ist gut recherchiert, was Pflüger immer wieder in Nebensätzen unter Beweis stellt. So beschreibt er, was Aaron kann und liefert hierfür eine Begründung, oder stellt sie vor alltägliche Herausforderungen, wie beispielsweise das Überqueren einer Straße mit Verfolger*innen im Rücken, das sich alles andere als leicht gestaltet. 
Gut herausgearbeitet hat Pflüger hier den Zwiespalt: Auf der einen Seite den Wunsch, ein normales Leben führen zu wollen und nicht ständig von er Gesellschaft als Blinde gesehen zu werden. Aber auf der anderen Seite die kleinen Herausforderungen im Alltag, die Blinde von Sehenden eben unterscheiden und von Blinden fordern, kreative Lösungen für Herausforderungen zu finden. 

Andreas Pflüger hat mit Endgültig einen Spannungsbogen geschaffen, der ziemlich weit oben anzusetzen ist. Es gibt kaum Ruhephasen, was dafür sorgt, dass ich das Hörbuch kaum von den Ohren nehmen konnte, weil mich brennend interessierte, wie die Handlung weitergeht. Außerdem hat er die Handlungsstränge gut aufgebaut und die Fragen um Barcelona Stück für Stück aufgearbeitet, ohne, dass wir zu viele Informationen auf einmal bekamen. 

Was die Hörbuchgestaltung betrifft, bekommt RandomHouse Audio schon den ersten sehr großen Pluspunkt bei der Herstellung des Hörbuches. Das Hörbuch ist nämlich nicht nur in einer Digifile Hülle untergebracht, sondern man hat auch das Wort Endgültig, das auf dem Printbuch Cover in Punktschrift dargestellt ist, taktil umgesetzt. Ich hatte insgeheim gehofft, dass der Verlag dieses Stilmittel einsetzt, hatte aber nicht damit gerechnet und mich umso mehr gefreut, als ich die Buchstaben auf dem Cover entdeckte. 

Das Hörbuch wurde als ungekürzter Titel produziert. Ich hätte mir beim besten Willen auch nicht vorstellen können, wo und wie man diese spannende Handlung zusammenkürzen könnte. 
Nina Kunzendorf führt durch das Hörbuch. Schon nach wenigen Minuten war ich Fan ihrer Stimmfarbe und ihrer Art, Endgültig zu interpretieren. Sie schafft es, die angespannte Atmosphäre der Handlung zu transportieren. Das gelingt ihr vor allem durch ihre Lesegeschwindigkeit. Sie liest schnell, aber nicht so, dass uns Inhalt verloren geht, sondern so, dass die Spannung gehalten wird und es keine Zeit zum Luft holen gibt. 
Außerdem arbeitet Nina Kunzendorf die zwei Seiten der Jenny Aaron gut heraus: Auf der einen Seite die taffe Frau, die sich nicht anmerken lassen will, wie es ihr geht und beweisen möchte, wie stark sie ist. Aber auf der anderen Seite ihre Zerbrechlichkeit. 
Nina Kunzendorf verleiht nicht jedem Charakter eine eigene Stimme. Aber das ist für dieses Hörbuch auch nicht notwendig, da für mich der Fokus auf der Interpretation der Handlung und der Aufrechterhaltung des Spannungsbogens liegt. Ich freue mich sehr, dass sie auch die Folgebände der Jenny-Aaron-Reihe liest. 

Andreas Pflüger hat mich mit seinem Schreibstil überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass Thriller in so einer Geschwindigkeit erzählt werden können. Zudem bin ich mir nicht sicher, ob ich seinen Schreibstil wirklich in Worte fassen kann. Was mich etwas verwirrte, war die Erzählperspektive von Endgültig: Eigentlich dachte ich, dass die Handlung aus Aarons Perspektive und somit in der dritten Person erzählt wird. 
Allerdings gab es einige Szenen, in denen beschrieben wird, was mehrere Personen denken. Hier war mir nicht bewusst, ob Aaron glaubt zu wissen, was ihr Gegenüber denkt, oder ob es sich hier schon um einen allwissenden Erzähler handelt. 

Außerdem beschreibt Pflüger die Gefühle und Gedanken seiner Figuren nicht direkt, sondern zeigt sie indirekt durch deren Handlung oder deren Interaktion. Dieses Stilmittel fand ich spannend, weil ich das Gefühl hatte, dass mir das Wesentliche der Figuren noch verborgen bleibt und ich nicht alle Aspekte ihrer Kommunikation verstanden habe. Und genau das macht mich neugierig auf weitere Bände, weil ich gespannt bin, wie sich die Beziehung der Figuren weiterhin gestaltet. 

Gesamteindruck 
Endgültig hat mich positiv überrascht. Andreas Pflüger erzählt nicht nur eine spannende Handlung, sondern stellt uns auch vielschichtige Charaktere vor, über die ich gerne mehr erfahren möchte. 
Allerdings ist es mir wichtig an dieser Stelle auch darauf hinzuweisen, dass der Inhalt hier und da auch etwas brutal ist. Es bleibt nicht nur bei Verfolgungsjagden, sondern es werden auch Kampfszenen beschrieben. Dennoch haben sie bei mir nicht für innere Bilder gesorgt, die ich nicht mehr loswerde. 

Ich empfehle diesen Titel allen Thriller Fans, die auf eine Reihe mit einer außergewöhnlichen Protagonistin gewartet haben. Außerdem lernt man hier nebenbei etwas über das Thema Blindheit ohne, dass es die ganze Zeit negativ im Vordergrund steht. 

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Dieses Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar von RandomHouse Audio kostenlos zur Verfügung gestellt.